Indie, Pop und Electro: Frequency-Festival startet in St. Pölten

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Festivalbesucher kühlen sich bei sommerlichen Wetter in der Traisen ab.
Festivalbesucher kühlen sich bei sommerlichen Wetter in der Traisen ab. - © APA/Herbert Oczeret
Plüschige Einhörner, überdimensionale Katzenköpfe und wummernde Bässe: In St. Pölten hat das Frequency wieder seine Zelte aufgeschlagen. Der Auftakt zum dreitägigen Festivalreigen brachte am Dienstag bei bestem Sommerwetter nicht nur die obligatorischen Verkleidungen der Besucher, sondern auch eine überzeugende “Dame”. Der Salzburger Rapper machte den Auftritt auf der Space Stage zum Heimspiel.


Als zweiter Act gelang es dem Musiker, der eigentlich Michael Zöttl heißt und von einem DJ sowie einem weiteren MC begleitet wurde, die recht ansehnliche Meute vor der Bühne sofort zum Tanzen zu bringen. Bekannt geworden mit Songs zu Computerspielen, ist Dame mittlerweile aus der heimischen Szene kaum wegzudenken. Das hat auch sein bisher letztes Album “Straßenmusikant” belegt, das im Vorjahr die Spitze der Charts erklommen hat. Entsprechend frenetisch wurden auch Songs davon aufgenommen – da blieb keine Hand unten, sondern wurden im dicht gefüllten Wavebreaker nach Lust und Laune die Arme geschwenkt.

Dame trat auf der "Space Stage" auf./APA/Herbert Oczeret Dame trat auf der “Space Stage” auf./APA/Herbert Oczeret ©

Kytes eröffnet Frequency Festival 2017

Wo unter freiem Himmel bei brütender Hitze die Beats dominierten, gab es zur selben Zeit auf der in einer Halle eingerichteten Weekender Stage ruhigere Klänge zu vernehmen: Der Brite Charlie Cunningham, dessen Debüt “Lines” Anfang des Jahres erschienen ist, präsentierte sich hier als klassischer Singer-Songwriter, dabei eher elegische Momente bedienend denn auf große Gestik oder humoristische Ansagen setzend. Der Sänger und Gitarrist, dem ein Keyboarder sowie ein Schlagzeuger zur Seite standen, punktete vor allem mit seiner unprätentiösen Art. Egal ob Folk, Indie oder Flamenco-Einsprengsel, Cunningham fügte allerlei Einflüsse zu einem homogenen Ganzen.

Ähnliches galt auch für die Münchner Band Kytes, der es beschieden war, das diesjährige Frequency-Festival – das 17. insgesamt und zum neunten Mal am VAZ-Gelände in St. Pölten – zu eröffnen. Mit einer erfrischenden Mischung aus Indie, Pop und teils kantigem Rock wurden zwar noch recht wenige Fans beglückt, aber das gelang ziemlich ansprechend. Außerdem gibt ja etliche weitere Stunden an Musik zu konsumieren. Und nicht nur das: Das Frequency setzt wie jedes Jahr auf eine umfangreiche Unterhaltung seiner Gäste, laden doch Hängematten zum Durchschnaufen nach erfolgter Konzertaction, gibt es von Burger über Pizza bis Heuschrecken allerlei Schmackhaftes wie Außergewöhnliches und locken etliche Stände sowie Minibühnen mit DJs oder Musikern. Es scheint also alles angerichtet.

Billy Talent und The Offspring zum Auftakt

Zum Auftakt greifen am Dienstag noch die Rockbands Billy Talent und The Offspring in die Saiten. In weiterer Folge sind alte Bekannte wie die britische Indie-Institution Placebo, die hemdsärmeligen Landsleute von Mumford & Sons oder US-Rapper Wiz Khalifa zu erleben. Eher Tanzbares servieren Acts wie Moderat oder Robin Schulz, während die US-Punker von Rise Against auch einige politische Botschaften parat halten werden. Im Vorjahr waren laut Veranstalter bei – damals vier Tagen – rund 120.000 Besucher zum Frequency gekommen.

(APA/SALZBURG24)

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