Industriellenvereinigung drängt auf Entscheidung zur 380-kV-Leitung

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Die Errichtung der 380-kV-Leitung wird laut IV Salzburg für das Bundesland immer dringender (Symoblbild).
Die Errichtung der 380-kV-Leitung wird laut IV Salzburg für das Bundesland immer dringender (Symoblbild). - © Bilderbox
Bald vier Jahre ist es her, seit das UVP-Verfahren zur 380-kV-Leitung gestartet wurde. Nun drängt die Industriellenvereinigung Salzburg auf eine rasche Entscheidung für die Salzburgleitung.

“Der positive UVP-Bescheid des Landes Salzburg ist bereits vor einem Jahr ergangen. Der Bescheid ist äußerst umfangreich und detailgenau. Es ist bereits überfällig, dass das Bundesverwaltungsgericht die ersten Schritte setzt, um das Verfahren abschließen zu können”, sagt die Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung (IV) Salzburg, Irene Schulte.

UVP-Verfahren vor knapp vier Jahren gestartet

Der UVP-Bescheid stellt 425 Auflagen und ist 731 Seiten dick. Das Verfahren selbst begann am 28. Februar 2013, also vor bald vier Jahren. Die Notwendigkeit des Lückenschlusses der österreichischen 380-kV-Ringleitung nimmt weiter zu, während das Verfahren anhängig ist:

  • Deutschland erwägt ab 2018 den Stromhandel mit Österreich wegen Netzengpässen an der Grenze einzuschränken. Damit werden ausreichende, innerösterreichische Leitungskapazitäten noch wichtiger.
  • Der Netzbetreiber muss immer häufiger intervenieren, um eine Überlastung der alten 220-kV-Leitungen zu verhindern. Das Hochfahren von Kraftwerken oder Zuschalten von Pumpen in Speicherkraftwerken verursacht laut IV Salzburg hohe Kosten.
  • Die Errichtung der 380-kV-Salzburgleitung wird auch für das Bundesland immer dringender. Das Verteilungsnetz im nördlichen Salzburg ist nur an einer Stelle an das Übertragungsnetz der APG angeschlossen. Kommt es zu einer Störung, kann keine ausfallsichere Anbindung gewährleistet werden. Erst mit der Salzburgleitung ist eine zusätzliche Netzabstützung und damit eine hohe Versorgungssicherheit möglich.

APG investiert 600 Millionen Euro in 380-kV-Leitung

Bei einem positiven Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts im Frühjahr kann die Projektleiterin Austrian Power Grid (APG) 2018 mit dem Leitungsbau in Salzburg beginnen. Die Errichtung der 113 Kilometer langen Leitung wird wegen langer, naturschutzrechtlich bedingter Bauverbotszeiten viereinhalb Jahre dauern. Insgesamt wird die APG für die 380-kV-Salzburgleitung 600 Millionen Euro im Bundesland Salzburg investieren.

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