Die Treibstoffpreise sanken seit April um 6,2 Prozent. Die Jahresveränderungsrate betrug damit im Juni 3,0 Prozent, was die Gesamtinflationsrate um 0,13 Prozent steigerte.
Der klassische wöchentliche Einkauf – vulgo “Miniwarenkorb”, der vor allem Nahrungsmittel aber auch Dienstleistungen und Treibstoffe enthält – ist in Österreich im Juni im Vergleich zum selben Monat im Jahr davor um 2,8 Prozent teurer geworden. Im Mai waren es 3,3 Prozent. Der Tageseinkauf oder “Mikrowarenkorb” ohne Sprit, Diesel und Dienstleistungen verteuerte sich im Jahresabstand laut Statistik Austria am Montag ebenso um 2,8 Prozent, nach plus 2,1 Prozent im Mai.
Der für den Vergleich in der Eurozone ermittelte Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) Österreichs lag im Juni mit plus 2,2 Prozent im Juni gleich wie im Mai, dessen HVPI die Statistik Austria von 2,3 auf 2,2 Prozent revidierte. Die jährliche Inflation in der Eurozone sank im Juni auf 2,4 Prozent. In der EU-27 betrug der Anstieg nach am Montag veröffentlichten Daten von Eurostat 2,6 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat 2011. Den niedrigsten Preisauftrieb verzeichnete Schweden mit 0,9 Prozent, den höchsten Ungarn mit 5,6 Prozent. Österreich lag mit einer Teuerung von 2,2 Prozent im Mittelfeld.
Hauptursachen für die Inflation waren im Juni Alkohol und Tabak (4,9 Prozent), Wohnung (3,7 Prozent), und Verkehr (3,1 Prozent). Einen Preisrückgang gab es bei Nachrichtenübermittlung (-2,8 Prozent). Im Vergleich zum Mai gab es im Juni in der EU-27 keine Preissteigerung. Im Euroraum wurde ein Rückgang um 0,1 Prozent verzeichnet.