“Info Direkt”: ÖVP-Abgeordneter Efgani Dönmez schreibt für rechtes Blatt

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Das Mauthausen Komitee Österreich übt harsche Kritik an Efgani Dönmez.
Das Mauthausen Komitee Österreich übt harsche Kritik an Efgani Dönmez. - © APA/Roland Schlager/Archiv
Weil er einen Beitrag in dem im rechten Lager verorteten Magazin “Info Direkt” geschrieben hat, wird der ÖVP-Nationalratsabgeordnete Efgani Dönmez heftig kritisiert. Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) fordert Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zum Handeln auf.

Mit dem Beitrag driftet der frühere Grünen-Politiker laut MKÖ weiter an den rechten Rand ab: “Dönmez hat für die aktuelle Ausgabe des rechtsextremen Magazins ‘Info-Direkt’ einen Beitrag geschrieben. Das Blatt macht natürlich Werbung damit. Auf diese Weise unterstützt der ÖVP-Abgeordnete die Verbreitung von rassistischen Verschwörungstheorien und übelstem Antisemitismus”, ist Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees Österreich, empört.

Dönmez: MKÖ fordert Kurz zum Handeln auf

Für Mernyi ist Dönmez als Nationalratsbgeordnerter deshalb nicht mehr tragbar, er fordert Bundeskanzler Kurz zum Handeln auf: “Wenn ein Nationalratsabgeordneter für ein rechtsextremes und antisemitisches Blatt schreibt, hat er entweder keine Ahnung oder handelt bewusst demokratiefeindlich. In beiden Fällen ist er als Mitglied des Parlaments untragbar. Namens der Mauthausen-Überlebenden fordere ich Kanzler und ÖVP-Obmann Sebastian Kurz auf, sofort zu handeln und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen!”, so Willi Mernyi in einer Aussendung am Montag.

“Info Direkt”: “Verteidiger Europas” mit Russland-Nähe

Immer wieder gab es Kritik an “Info Direkt”. Im Oktober 2016 vor allem im Zuge des rechten Kongresses “Verteidiger Europas”, für den das Land Oberösterreich den Organisatoren seine repräsentativen Räumlichkeiten, die Redoutensäle, vermietet hat. Hinter dem Kongress stand das “Europäische Forum Linz”. Auf der Liste der “Aussteller” fanden sich u.a. die Identitäre Bewegung, Webplattform “unzensuriert.at” und “Info Direkt”. Dem Blatt wird zudem immer wieder Nähe zum Putin-Regime vorgeworfen.

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