Innovativ, dynamisch und kundenorientiert: Die Lehre bei der Sparkasse

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Lisa Haider ist die Drehscheibe für Lehrlinge, Eltern, Ausbildner und Berufsschule.
Lisa Haider ist die Drehscheibe für Lehrlinge, Eltern, Ausbildner und Berufsschule. - © Sparkasse/Stefan Soriat
Als zukunftsorientierte Regionalbank liegen der Salzburger Sparkasse junge Leute besonders am Herzen. Jedes Jahr sucht die Bank nach Lehrlingen, die frischen Wind in die Filialen bringen und bietet dabei eine Top-Ausbildung für top-motivierte junge Menschen. SALZBURG2o4 hat mit jener Frau gesprochen, bei der sämtliche Fäden der Lehrlingsausbildung zusammenlaufen: Lisa Haider ist als Lehrlingsbeauftragte die Drehscheibe zwischen Lehrlingen, Ausbildnern, Eltern und Berufsschule. Im Interview hat sie uns verraten, was die Lehre bei der Sparkasse so besonders macht.

Seit 1999 bildet die Sparkasse Lehrlinge aus. Jedes Jahr werden acht neue Lehrlinge aufgenommen. Von den insgesamt rund 700 Mitarbeitern gibt es einen Pool von 55 Lehrlingsausbildnern. Lehrlingsbeauftragte Lisa Haider verrät im SALZBURG24-Interview, wie die Lehre bei der Sparkasse genau abläuft und gibt wertvolle Tipps, worauf junge Menschen bei der Bewerbung besonders achten sollten.

Im Gespäch mit SALZBURG24 gibt Lisa Haider (links im Bild) wertvolle Tipps für die Bewerbung./Foto: Sparkasse/Stefan Soriat Im Gespäch mit SALZBURG24 gibt Lisa Haider (links im Bild) wertvolle Tipps für die Bewerbung./Foto: Sparkasse/Stefan Soriat ©

SALZBURG24: Sie sind bei der Sparkasse für die Lehrlingsaufnahme und Lehrlingsausbildung verantwortlich. Was müssen junge Leute eigentlich mitbringen, um bei der Sparkasse eine Lehrstelle zu bekommen?

Lisa Haider: Wir haben wie jeder andere Arbeitgeber auch formale Aufnahmekriterien, aber viel wichtiger ist mir eigentlich in der Lehrlingsaufnahme das Persönliche. Wir suchen Leute, die gerne mit Kunden in Kontakt sind und die ganz offen auf andere Menschen zugehen können. Dabei ist mir fast “egal”, welche Schule die Bewerber vorher besucht haben.

Die formalen Kriterien, die uns wichtig sind, sind eine gute schulische Leistung, da die Berufsschule bei uns sehr anspruchsvoll ist. Daher sollte der Bewerber einen positiven Zugang zum Lernen haben.

Die Lehrlingsbewerber müssen bei der Sparkasse durch einen intensiven und innovativen Recruting-Prozess. Wie funktioniert das genau?

Als ersten Schritt kann man sich über das Bewerbungstool auf unserer Homepage ganz klassisch vorinformieren und bewerben. Danach folgt ein Bewerbungstag. An dem Tag laden wir rund 15 Bewerber zu uns in die Sparkasse ein. Dort gibt es eine Art Stationen-Lauf: An verschiedenen Stationen können die Bewerber ihr Wissen, ihr Können und ihre Fertigkeiten unter Beweis stellen. Unter anderem ist eine Aufgabe, einen Aufsatz zu schreiben. Unsere Mitarbeiter sind auch viel in schriftlichem Kontakt mit den Kunden, daher ist es uns wichtig, dass die Lehrlinge in dem Bereich auch stabil unterwegs sind. Nach Abschluss aller Stationen bekommen die Bewerber dann von mir ein Feedback, auch jene, die es nicht in die nächste Runde schaffen. Das ist uns besonders wichtig, dass wir auch jemandem, der schlussendlich nicht in der Sparkasse landet, zumindest Feedback mit auf den Weg geben können. Für diejenigen in der nächsten Runde gibt es ein Testverfahren mit dem Talente Check Salzburg und ein abschließendes Bewerbungsgespräch.

Ist es aktuell schwieriger gute und motivierte junge Menschen zu finden?

Nicht direkt. Es ist eher die Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen. Einerseits wird die Anzahl der Bewerbungen zwar immer größer. Einerseits wird die Anzahl der Bewerbungen zwar immer größer. Auf der anderen Seite nimmt Anzahl der qualitativ hochwertigen Bewerbungen jedoch ab. Das heißt, wir haben mehr Bewerbungen, die man sich anschauen muss, damit man auf eine bestimmte Anzahl kommt.

Woran kann das liegen?

Ich habe das Gefühl, dass es sehr viele Leute gibt, die eine Standard-Bewerbung an 20 verschiedene Unternehmen für zehn verschiedene Lehrberufe schicken. Das war früher etwas anders. Da wussten die Jungen, ich will in einer Bank arbeiten und haben sich bei Raika, Hypo oder Sparkasse beworben. Jetzt haben wir Leute, die bewerben sich in der Bank, im Tourismus, im Büro oder in einem Hotel…

Was macht die Bankenbrache für einen Lehrling Ihrer Meinung nach interessant?

Das ist auf jeden Fall der Kontakt mit Menschen in einem coolen Umfeld, das sich in jedem Fall noch in eine sehr spannende Richtung verändern wird.

Inwiefern?

Wir sind eine dynamische Branche. Es tut sich extrem viel bei uns. Der klassische Weg, wie man mit Kunden arbeitet und wie man mit ihnen in Kontakt ist, ist immer noch sehr wichtig. Aber wir entwickeln uns auch verstärkt in der digitalen Welt weiter, was uns zusätzliche Kommunikationswege bietet. Damit kann Service auf eine ganz neue Art und Weise angeboten werden. Gerade für junge Leute ist diese Entwicklung eine tolle Möglichkeit.

Was hat ein Lehrling nach drei Jahren bei der Sparkasse gelernt?

Wir haben in der Bank insgesamt fünf Produktgruppen. Das sind Zahlungsverkehr und modernes Banking, Versicherung und Vorsorge, Sparen und Bausparen, Wertpapiere und Finanzierung und Leasing. Der Lehrling lernt in seiner Lehrzeit alle Produkte der Sparkasse kennen. Das sind Basis und Fundament für die weiteren Jahre.

Insgesamt gesehen, investieren wir sehr viel darin, dass wir die richtigen Lehrlinge aussuchen und sie auch sehr gut ausbilden. Unser Ziel ist es – sofern die Leistungen stimmen – alle Lehrlinge zu übernehmen.
klLehrlinge_buntes-Programm

Wie kann sich ein Lehrling einen typischen Arbeitstag vorstellen?

Dabei kommt es ganz auf das jeweilige Lehrjahr darauf an. Im ersten Jahr geht es um’s Ankommen in der Arbeitswelt. Es gibt viel Organisatorisches zu tun. Unsere Lehrlinge sind die erste Anlaufstelle für Anrufe, Telefonate, Assistenztätigkeiten, kleinere Projekte und Recherchearbeiten.

Im zweiten Lehrjahr ist der Lehrling dann im Foyer, an der Kassa und am Infopoint. In dieser Zeit steht das Erlernen des perfekten Kundenservices im Mittelpunkt.

Und im dritten Jahr ist man in etwa die Hälfte des Tages am Schalter und die andere Hälfte des Tages gemeinsam mit Kollegen bei Kundengesprächen dabei.

Wie ist die Berufsschule konzipiert?

Die Berufsschule für den Lehrberuf „Bankkaufmann/Bankkauffrau“ ist in Zell am See. Dort werden alle Lehrlinge, auch die von anderen Banken, ausgebildet. Der Unterschied zu einer normalen Schule ist, dass berufsbezogene Unterrichtsfächer gelehrt werden. Also wird zum Beispiel in Englisch unterrichtet, wie man einen Bankomaten erklärt oder wie man mit einem Kunden einen Termin vereinbart.

Die Berufsschule wird im Block besucht – fünf Wochen im Herbst und fünf Wochen im Frühjahr. Die Schüler sind in der Zeit im Berufsschulheim untergebracht. In der Zeit geht es schon richtig zur Sache. Die Lehrlinge haben viele Einheiten, bei denen der Stoff vermittelt wird. Unsere Erwartungshaltung ist es, dass die Lehrlinge dort auch richtig anpacken und sich auf das Lernen fokussieren.

Welche Möglichkeiten gibt es für eine Karriere nach der Lehre bei der Sparkasse?

Wenn man die Lehre abgeschlossen hat, geht es weiter mit der Ausbildung zum Kunden-Juniorbetreuer. Das heißt, man bekommt in kurzer Zeit einen eigenen Kundenstock übertragen. Dann kann man weitere Ausbildungen, wie zum Beispiel Vertiefungen in Finanzierung und Wertpapiere, machen. Das dauert insgesamt ein Jahr und gliedert sich in Seminare, Computerlernprogramme und Praxisaufgaben in der Filiale.

Wichtig zu wissen ist auch, dass unsere Mitarbeiter nach der Lehre gehaltlich wie ein AHS-Maturant eingestuft sind. Das heißt, wir erkennen die Lehre als hochwertige Ausbildung an.

Welche Tipps haben Sie für junge Leute, die sich für eine Lehrstelle bei der Sparkasse interessieren?

In unserem Folder haben wir zehn Bewerbungstipps formuliert. Für mich aber ein ganz wichtiger Punkt ist: „Zeig dass du dich mit dir beschäftigt hast und zeig, dass du dich mit uns beschäftigt hast“. Ich möchte warnen davor, dass man eine einzige Bewerbung schreibt und die dann an zehn verschiedene Unternehmen schickt. Ich würde mir immer die Mühe machen und mich intensiv mit dem Beruf, den ich lernen will beschäftigen. Das kann man zum Beispiel gut über die Firmen-Homepage oder über die Karriereseite machen oder persönliche Kontakte und die Gelegenheit zu Schnuppern nutzen. Das ist mein größter Tipp als Eintrittsticket. Ich merke als Recruiterin sehr gut, wenn ich eine Bewerbung lese, ob sich der- oder diejenige mit uns beschäftigt hat oder ob das eine Standardbewerbung ist, bei dem nur der Briefkopf ausgetauscht wurde.

Zum Abschluss, was sind Ihrer Meinung nach DIE drei  Hauptkriterien, warum man bei der Sparkasse eine Lehre machen soll?

Hmm – es gibt sehr viele gute Gründe dafür – da ist es schwer, sich auf drei zu beschränken.

Ich möchte es getreu unserem Motto darauf beziehen, „was bei uns zählt“. Lehrlinge sind bei uns vollwertige Teammitglieder, die genau so wichtig für den Unternehmenserfolg sind, wie jeder andere Mitarbeiter auch. Wenn man lernwillig und ehrgeizig ist, ist man bei uns sicherlich gut aufgehoben. Das ist der erste Punkt. 

Zum Zweiten bieten wir unseren Lehrlingen eine gute Begleitung. Unsere Lehrlingsausbildnerinnen und Lehrlingsausbildner haben einen guten Draht zu den ihren Schützlingen, und geben regelmäßiges Feedback – sowohl was Lob betrifft, als auch Lernfelder.

Und die Dynamik in unserem Unternehmen ist der dritte, große ausschlaggebende Punkt. Derzeit steht viel im Umbruch. Kontaktloses Zahlen mit Armbändern oder Stickern, George, Apps usw. Wir haben zusätzlich zum klassischen Kanal, wie man mit Kunden in Kontakt tritt, viele neue Möglichkeiten. Und wenn man neugierig ist, wie sich die Bankbranche in den nächsten Jahren verändern wird, dann ist man bei der Sparkasse in jedem Fall richtig.

 

Entgeltliche Kooperation mit der Sparkasse.

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