Das Kulinarium-Team freut sich über die Eröffnung. - © Salzburg AG/Albert Moser Salzburg-Stadt – “Der Integration von Menschen mit Behinderung in der Arbeitswelt sollte auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten höchste Aufmerksamkeit geschenkt werden”, so Landeshauptfrau Gabi Burgstaller am Montag bei der offiziellen Eröffnung des Kulinariums in Salzburg. S24-Video 
Das Kulinarium ist ein Partnerschaftsprojekt des Diakoniewerkes mit dem Land Salzburg zur Förderung der Integration. “Das Kulinarium ermutigt Menschen, selbstständig zu arbeiten, gibt Raum, Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln. Es trägt wesentlich dazu bei, die Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen zu fördern. Das Selbstwertgefühl und die Teamfähigkeit der Mitarbeiter werden gesteigert. Und es bedeutet für die Menschen mit besonderen Bedürfnissen einen weiteren Schritt aus der sozialen Isolation heraus”, so Landesrätin Erika Scharer.
Die Finanzierung des laufenden Betriebes erfolgt durch Gelder von Land Salzburg, Bundessozialamt und AMS Salzburg sowie durch Erlöse aus Umsätzen. Zusätzlich werden Eigenmittel, Spendengelder und Gelder von Sponsoren für die Finanzierung von Erstinvestitionen (Einrichtung, Fuhrpark, Betriebsstart) eingebracht. “Werden die Potenziale, die in den Menschen stecken, gefördert, so werden sie auch ihre Talente entwickeln. Schaut man immer nur auf die Defizite – also darauf, was man nicht kann -, ist eine Entwicklung nicht oder nur sehr schwer möglich”, so Sozialreferentin Scharer.
22 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung
Die bekannteste Einrichtung des Diakoniewerks in Salzburg ist das 1935 gegründete Diakonissen-Krankenhaus. Nun betreibt das Salzburger Diakoniewerk auch das Projekt Kulinarium in der Neuen Mitte Lehen. Hier arbeiten 22 Menschen mit Behinderung oder mit Lernschwierigkeiten in einem Cateringbetrieb. 17 Plätze werden als Beschäftigungsplätze für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung geführt, fünf Plätze als Teilqualifizierungsplätze nach dem Berufsausbildungsgesetz mit dem Ziel einer Integration in den ersten Arbeitsmarkt.
Das Konzept umfasst die Produktion von qualitativ hochwertigen und wettbewerbsfähigen Speisen für Catering, Mittagstische und Pausenbuffets – für Firmen, Behörden, Interessenvertretungen, Körperschaften und Privatpersonen. Das soziale Cateringunternehmen ermöglicht den Beschäftigten Zugänge zur Lebens- und Arbeitswelt, die ihnen üblicherweise verwehrt bleiben. Ein zentrales Anliegen der pädagogischen Begleitung ist die Hilfestellung für ein selbstbestimmtes und bedürfnisorientiertes Leben, für die entsprechende Übernahme eigener Verantwortlichkeit und die Entwicklung von fachspezifischen Kompetenzen auf dem Arbeitsplatz.