In Salzburg, Stadtteil Itzling und Umgebung leben und arbeiten mehr als 10.000 Menschen. Nur ein geringer Teil verfügt über einen eigenen Garten. Oft ist ein kleiner Balkon das einzige Fleckchen grün, das zur Erholung dient. In Deutschland gibt es, im Gegensatz zu Österreich bereits mehr als 100 sogenannte Gemeinschaftsgärten.
25 Gärtnerinnen aus Itzling und Umgebung kümmern sich um den Interkulturellen Garten und nützen die Chance, mit Menschen verschiedenster Herkunft und Kultur zusammenzuarbeiten und so die sozialen Interkulturellen Barrieren ein wenig kleiner zu machen. Es werden verschiedene Gemüse- und Obstsorten für den Eigenbedarf angebaut. Der positive Effekt ist nicht nur die gesündere und bewusstere Ernährung, sondern die Möglichkeit für Immigranten, sich zu integrieren und neuen „Boden unter den Füßen“ zu fassen.
Einige Kräuter- und Gewürzpflanzen konnten aus den unter Protest aufgelösten „Schrebergärten Pflanzmanngründe“ gerettet und im Interkulturellen Garten neu angepflanzt werden. Durch diesen Garten entstehen Kontakte, Bekanntschaften und Freundschaften, zudem Gemeinschaften und Integration.
Initiiert wurde dieses Projekt von dem ABZ Itzling/ Abteilung Kirche & Arbeitswelt der Katholischen Aktion Salzburg mit seiner Projektleiterin Christina Pürgy, die sich mit viel Energie und Engagement für den Garten und die Gründung weiterer Gärten einsetzt. Besonders erfreulich ist, dass die Stadt Salzburg das Projekt „Interkultureller Garten“ mit Infrastruktur- und Finanzmitteln unterstützt und fördert (DS).