Intimrasur – Ja oder nein?

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Intimrasur - ja oder nein?
Intimrasur - ja oder nein? - © Bilderbox
Der Trend, Schamhaare wieder wachsen zu lassen statt abzurasieren, wird in Amerika als “Back-to-Bush”-Tendenz bezeichnet. Ob sich diese Entwicklung auch schon in Deutschland durchgesetzt hat, wollte Brigitte.de von seinen Userinnen wissen. Dabei zeigte sich, dass 31% der 1.500 teilnehmenden Damen eine komplette Entfernung ihrer Schamhaare durchführen. 48% gaben an, dass sie sich teilweise rasieren und 20%, dass sie gänzlich auf eine Rasur der Schamhaare verzichten.


Es stellt sich heraus, dass scheinbar immer mehr Männer und Frauen von lästigen Intimrasuren Abstand nehmen. Dabei ist nicht gemeint, dass Frauen heutzutage keinerlei Optimierung im Schamhaarbereich bevorzugen. Es bedeutet lediglich, dass auch einmal das eine oder andere Intimhärchen stehen bleiben kann.

Auf eine komplette Rasur scheinen überraschenderweise vor allem junge Mädchen zu verzichten. Dies liegt daran, weil sie durch das Stehenlassen des einen oder anderen Haares älter und reifer wirken möchten. Im Gegensatz dazu geht der Trend bei älteren Frauen zu einer Komplettrasur, um sich wieder jünger zu fühlen.

Zu Beginn sollen aber die Ursprünge des haarigen Trends erläutert werden. Wer löste ihn aus und welche Trendsetterinnen waren die ersten, die den Hang zur mehr Natürlichkeit und zu einer entspannteren Sicht auf den weiblichen Körper auslebten?

Wie so häufig waren es die gleichen Celebretys: Lady Gaga und Gwyneth Paltrow. Erstere präsentierte ihre dunklen Schamhaare vor kurzem am Titelblatt des aus Großbritannien stammenden Magazins “Candy”. Gwyneth Paltrow wiederum bestätigte in einer US-amerikanischen Talkshow mit Ellen DeGeneres, dass sie die Schamhaare im Seventies-Style stutzt.

Auf den Zug aufgesprungen ist auch die gerne lässig wirkende Modemarke American Apparel, die ihren Schaufensterpuppen eine Intimbehaarung aus Pelz verpasste. Iris Alonzo, zuständig für die Kreativität der Modekette, sprach vom “Hinweisen der Kundinnen auf natürliche Schönheit”.
Das anerkannte Blatt “New York Times” schrieb daraufhin zu Beginn des Jahres 2014 von der Rückkehr der ordentlichen Schamfrisur. Seither lassen sich im Internet diverse Anleitungen zur Rasur eines “Full Bush Brazilian”-Looks finden.

Was ist also nun trendig und wird von der Damenwelt heutzutage präferiert? Ist es der von Gwyneth Paltrow bevorzugte Wildwuchs im Woodstock-Look? Oder ist es ein Bikini-Dreieck, rasiert wie der englische Rasen in Wimbledon? Bei letzterem ist zu beachten, dass auch der “Full Bush Brazilian”-Look eine Nassrasur oder ein Waxing erfordert. Lästige Entzündungen oder gar Schmerzen sind somit auch bei diesem Trend nicht ausgeschlossen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Trend zum Stehenlassen einiger Intimhärchen eine positive Nachricht ist. Er sorgt für mehr Einzigartigkeit und kann die eigene Persönlichkeit unterstreichen. Hinzu kommt, dass sich Frauen mit dem einen oder anderen Haar unten herum bei einem Saunabesuch nicht mehr komisch vorkommen müssen.

Die aus Großbritannien stammende Frauengruppe “Mother London” möchte mit einem ganz besonderen Fotoprojekt auf die Vielfalt der weiblichen Intimrasur aufmerksam machen. Es nennt sich “Project Bush” und zeigt anonyme Schambereiche von Frauen mit verschiedenen Intimfrisuren. Der Sinn und Zweck dahinter ist es, junge Mädchen darauf aufmerksam zu machen, dass Alternativen zur Glatze bestehen. Schließlich sind Frisuren am Kopf doch auch verschieden.

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