Irischer Schriftsteller William Trevor ist tot

Der irische Schriftsteller William Trevor ist im Alter von 88 Jahren gestorben. “Wir teilen mit Bedauern den Tod von William Trevor mit, einer der größten Autoren Irlands”, schrieb der Penguin Verlag am Montag auf Twitter. Nähere Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Trevor gilt als einer der bedeutendsten Romanciers und Erzähler der englischen Gegenwartsliteratur.

Zu den wichtigsten Werken Trevors, der seit Jahrzehnten in England lebte, zählen unter anderem “Toren des Glücks” und “Die Geschichte der Lucy Gault”. Er erhielt dreimal den Whitbread-Buchpreis (heute Costa Book Award), den höchstdotierten britischen Literaturpreis. Kürzlich war er auch für den Literatur-Nobelpreis im Gespräch.

Den Durchbruch auf Deutsch schaffte er erst vergleichsweise spät, mit dem Psychothriller “Felicias Reise” (1994). Das Buch beschreibt eine Schwangere, die durch eine peinigende Seelennot in die Hände eines Serienmörders getrieben wird. Als sein großes Vorbild nannte Trevor immer wieder die US-Krimiautorin Patricia Highsmith. Trevor veröffentlichte mehr als 15 Romane und weit über 100 Kurzgeschichten.

(APA/dpa)

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