Humanitäre Lage im belagerten Mossul verschärft sich

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Jeder, der kann, flieht aus Mosul
Jeder, der kann, flieht aus Mosul - © APA (AFP)
In der belagerten irakischen Metropole Mosul verschlechtert sich die humanitäre Lage der mehr als eine Million verbliebenen Bewohner zusehends. Während sich der Belagerungsring der Armee um die von der Extremisten-Miliz IS kontrollierte Stadt weiter schloss, mussten Hilfsorganisationen zufolge insbesondere arme Familien um ihr Überleben bangen.

Die Preise seien seit Beginn der von den USA mit Luftangriffen unterstützten Offensive so extrem gestiegen, dass sich viele keine Lebensmittel mehr leisten könnten, erklärte die UNO-Koordinatorin für den Irak, Lise Grande am Dienstag. “Das ist sehr beunruhigend.”

Auch die Wasserversorgung von Mosul brach zusammen, nachdem eine zentrale Leitung bei den Kämpfen getroffen worden war. Wegen der anhaltenden Gefechte in der Region konnte sie nicht repariert werden. “Das Trinkwasser wird knapp”, sagte ein Behördenvertreter. “Wir stehen vor einer humanitären Katastrophe.”

Das irakische Militär hat seine Offensive gegen den “Islamischen Staat” (IS) im Oktober eingeleitet. Neben den USA sind auch schiitische und kurdische Kämpfer an dem Einsatz beteiligt. Während die Armee und kurdische Einheiten vom Norden, Osten und Süden auf Mosul vorrücken, marschiert eine Koalition vom Iran unterstützter Schiiten-Gruppen vom Westen vor.

Die Rückeroberung von Mosul gilt als entscheidend für die Niederschlagung des IS. Extremistenchef Abu Bakr al-Bagdadi hatte im Juli 2014 dort ein Kalifat ausgerufen. Armeekommandeure rechnen damit, dass sich der Kampf noch Monate hinziehen könnte.

(APA/ag.)

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