IS-Konvoi erreichte ostsyrische Provinz Deir Essor

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Die Busse selbst wurden nicht angegriffen, um Zivilisten zu schonen
Die Busse selbst wurden nicht angegriffen, um Zivilisten zu schonen - © APA (AFP)
Ein Konvoi mit 150 bis 200 IS-Kämpfern und ebenso vielen Zivilisten hat nach Angaben von Aktivisten die vom IS kontrollierte Provinz Deir dz-Zor im Osten Syriens erreicht. Der Konvoi sei in dem von der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) kontrollierten Gebiet angekommen, teilte die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Mittwoch mit.

Zuvor habe die US-geführte Anti-IS-Koalition die Beobachtung des Konvois durch Drohnen eingestellt. Die Drohnen hatten die insgesamt elf Busse tagelang überflogen und einzelne IS-Kämpfer angegriffen, die sich von den Fahrzeugen entfernten. Rund 85 IS-Kämpfer wurden dabei getötet. Die Busse selbst wurden wegen der darin sitzenden Zivilisten nicht attackiert. Bei ihnen soll es sich um Angehörige der IS-Kämpfer handeln.

“Die Operation ist beendet, der Konvoi des IS hat die Provinz Deir Ez-Zor erreicht”, bestätigte eine örtliche Quelle der Nachrichtenagentur AFP. Die Angaben der oppositionsnahen Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien, die ihre Informationen aus einem Netz von Informanten vor Ort bezieht, sind von unabhängiger Seite nur schwer zu überprüfen.

Die IS-Miliz hatte nach wochenlangen Gefechten im Grenzgebiet zwischen Syrien und dem Libanon mit der libanesischen Hisbollah-Miliz den Abzug ihrer Kämpfer vereinbart. Das umstrittene Abkommen sah vor, dass die Dschihadisten mit ihren Familien nach Deir Ez-zor gebracht werden, die als einzige Provinz Syriens noch unter Kontrolle der Extremistengruppe ist.

Die Fahrzeuge verließen das Grenzgebiet am 28. August. Die US-geführte Koalition bombardierte die Straße nach Deir Ez-zor jedoch aus der Luft, um zu verhindern, dass der Konvoi die vom IS kontrollierte Stadt Albukamal an der irakischen Grenze erreicht. Die USA betrachten sowohl den IS als auch die Hisbollah, die Syriens Machthaber Bashar al-Assad unterstützt, als “Terroristen”.

(APA/ag.)

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