Syrische Armee startete Offensive gegen IS in Palmyra

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Die Kämpfe um das antike Palmyra nehmen kein Ende
Die Kämpfe um das antike Palmyra nehmen kein Ende - © APA (AFP)
Die syrische Armee hat eine Offensive in der Nähe der antiken Oasenstadt Palmyra gestartet, um die Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) aus dem Gebiet zurückzudrängen. Die Regierungstruppen eroberten Gebiete nahe einem Militärflughafen bei Palmyra zurück, berichtete die “Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte” am Samstag.

Aus Militärkreisen der syrischen Armee hieß es, dass die Truppen versuchten, große Öl- und Gasfelder in der syrischen Wüste zurückzuerobern. In einem zweiten Schritt, der von der syrischen und russischen Luftwaffe unterstützt werde, solle dann versucht werden, auch Palmyra selbst zurückzuerobern.

Die Terrormiliz hatte Palmyra im Mai 2015 erobert und mehrere antike Monumente und Tempel zerstört. Nachdem die Jihadisten im März vergangenen Jahres zunächst aus der Stadt vertrieben werden konnten, gelang es dem IS Ende des Jahres erneut, Palmyra einzunehmen.

Unterdessen unternahm der IS am Samstag in Syrien nach Angaben oppositionsnaher Beobachter seine schwersten Angriffe seit Monaten auf die strategisch wichtige Stadt Deir al-Zor. Bei mindestens sechs großen Explosionen seien Dutzende Zivilisten und Angehörige der Regierungsarmee getötet worden, berichtete die in London ansässige Beobachtungsstelle für Menschenrechte in Syrien.

Zudem sei es zu heftigen Gefechten zwischen Regierungssoldaten und Islamisten gekommen. Die Terrormiliz kontrolliert weite Teile der Stadt und belagert den Rest seit fast zwei Jahren. Innerhalb des Belagerungsrings harren rund 200.000 Menschen aus. Die syrische Regierung und ihre russischen Verbündeten werfen zu ihrer Versorgung immer wieder Hilfslieferungen aus der Luft ab.

Deir al-Zor nahe der irakischen Grenze ist besonders heftig umkämpft, weil es de facto die Hauptstadt der Islamisten im syrischen Raqqa mit Gebieten im Irak verbindet, die ebenfalls vom IS kontrolliert werden.

(APA/ag.)

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