IS trotzen Truppen und Luftangriffen im Westirak

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Rauch steigt über Kobane auf.
Rauch steigt über Kobane auf. - © APA/EPA/TOLGA BOZOGLU
Nicht nur im Norden Syriens, auch im Westen des Irak trotzt die Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) den Luftangriffen der US-geführten Allianz und setzt die Regierungstruppen unter Druck. Die Lage in der Provinz Anbar ist laut US-Verteidigungsministerium “gefährlich”. Derweil zählen unsere deutschen Nachbarn immer mehr IS-Sympathisanten.

In Kobane haben die kurdischen Milizen am Samstag offenbar einen Vorstoß des IS auf das Zentrum der nordsyrischen Stadt gestoppt. 90 Minuten sei heftig gekämpft worden, dann hätten sich die Jihadisten zurückgezogen, erklärte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Allianz führt Luftangriffe durch

Die US-geführte Allianz habe am frühen Morgen überdies zwei IS-Stellungen südlich und östlich von Kobane aus der Luft angegriffen. Die Kurdenhochburg direkt an der Grenze zur Türkei wird seit Wochen von den IS-Extremisten belagert.

Am Freitag hatten sie die Kommandozentrale der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) erobert und kontrollieren der Beobachtungsstelle zufolge inzwischen rund 40 Prozent der Stadt. Die Syrische Beobachtungsstelle stützt sich auf ein dichtes Netz an Informanten in Syrien, ihre Informationen sind nicht unabhängig überprüfbar.

Seit mehreren Wochen bombardieren die USA und mehrere Verbündete IS-Stellungen im Nord- und Westirak, um den Vormarsch der islamistischen Extremisten zu stoppen. Weitere größere Gebietsgewinne konnten so in der Anbar-Provinz westlich der Hauptstadt Bagdad verhindert werden, auch der strategisch wichtige Staudamm in Haditha und die Stadt Ramadi wurden von den Regierungstruppen gehalten. Allerdings konnten diese auch kaum Positionen vom IS zurückerobern.

Kurden erobern Städte im Norden

Die Lage im Norden des Landes, wo kurdische Peschmerga gegen die sunnitischen Extremisten kämpfen, sei anders, sagten die Pentagon-Vertreter. “Die Kurden kommen voran, sie erobern Städte und Gebiete zurück, und wir können uns mit ihnen abstimmen”, sagte einer der Offiziellen. Die kurdischen Kämpfer seien wesentlich besser als die irakischen Regierungstruppen, es gebe “keinen Vergleich” zwischen diesen.

Über 200 IS-Beschuldigte in Deutschland

Die Zahl der Ermittlungsverfahren gegen IS-Kämpfer oder Unterstützer der Miliz in Deutschland steigt indes deutlich. “Es gibt im Zusammenhang mit IS mittlerweile Verfahren gegen mehr als 200 Beschuldigte”, sagte der deutsche Justizminister Heiko Maas “Spiegel Online”. Im September war die Zahl der Verfahren noch bei 140 gelegen.

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