Iss dich schön – mit Beeren!

Die Kraft der Goji-Beere.
Die Kraft der Goji-Beere. - © Haus der Schönheit
Echte Wirkung oder einfach nur teuer? Früchte wie Acai, Acerola, Goji oder Noni sollen ja gegen Alterungsmerkmale, Übergewicht, Diabetes und sogar zur Bekämpfung von Krebs verwendet werden können. Fest steht, dass sie ihren Ursprung in Südamerika oder Asien haben und echte Wunderdinge versprechen.


Obwohl sich diese Superfrüchte unter Fitness-Anhängern großer Beliebtheit erfreuen, ist eine gewisse Skepsis angebracht. Ihnen wird ein hoher Nährstoffanteil nachgesagt, ein echter wissenschaftlicher Nachweis deren Wirkungen ist allerdings noch zu finden.

Laut der Biologin Hilke Steinecke, die im Palmengarten in Frankfurt am Main tätig ist, sorgt die exotische Herkunft der Superfrüchte für deren Beliebtheit: Die Acai-Beere hat in ihren Ursprung im Amazonas, die Acerolakirsche in Mexiko. Während letztere zu den Rosengewächsen zählt, ist die Noni ein Artgenosse des Kaffees mit hawaiianischer Herkunft. Die im Himalaya-Gebirge heimische Goji, soll schon Buddha genossen haben.

Vitamin-C-Bombe

Die Acerole verspricht vorbeugende und therapeutische Wirkung, soll die Pflanze doch den höchsten Anteil an Vitamin C überhaupt beinhalten. Heinrich Stevens von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) spricht gar davon, dass sie “unverzichtbar” bei der Behandlung und Prävention von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sei.

In der westlichen Welt sind die Beeren aufgrund deren Empfindlichkeit meist in pulverisierter Form oder als Saft erhältlich. Im Zuge des Verarbeitungsprozesses kann aber nicht ausgeschlossen werden, dass eine möglicherweise ursprünglich gesundheitsförderliche Wirkung nachlässt. Prof. Dr. Bernhard Watzl, der am Max-Rubner-Institut für Physiologie und Biochemie der Ernährung in Karlsruhe forscht, nennt das Beispiel, dass auch beim Apfel die meisten Nährstoffe in dessen Schale stecken. Wird er geschält, landen diese im Müll.

Teure Superbeeren

Die Noni-Beere soll zur Stoffwechselanregung beitragen und die Bildung von Falten verhindern. Sie ist reich an Enzymen, erfreut sich vor allem in Australien großer Beliebtheit und ist auch unter dem Namen “indische Maulbeere” bekannt. Die Rosinen-ähnlichen Goji-Beeren belasten mit Kosten von fast zehn Euro pro Päckchen den Geldbeutel sehr. Eingeweicht können sie dem Müsli beigemengt oder als kleiner Happen gegessen werden. In flüssiger Form lassen sich die meisten Superbeeren nicht zu sich nehmen, schmecken sie doch oft gammelig (Noni) oder bitter (Acai). Schließlich ist es mit dem einmaligen Konsum nicht getan, vielmehr sei die tägliche und langfristige Einnahme Voraussetzung für die Wirkung.

Beeren als Nährstoffgranden

Ob die den Superfrüchten nachgesagten Wirkungen tatsächlich der Wahrheit entsprechen, kann nicht genau gesagt werden. Dies liegt einfach daran, dass noch nicht ausreichend Studien dazu existieren. Grundsätzlich beinhalten Früchte aber Nährstoffe, die dem menschlichen Organismus guttun. Der Professor listet unter anderem Polyphenole, Antioxidantien (Vitamine C und E) und Mineralstoffe auf. So sorgen Polyphenole bei Pflanzen beispielsweise für die Abwehr von Schädlingen. Da sich der Mensch über Jahrmillionen mit diesen Pflanzen arrangiert hat, wirken deren Polyphenole auch auf ihn.

Ähnliche Wirkung

Professor Watzl meint außerdem, dass die Superbeeren nicht zwangsläufig gesundheitsförderlicher sind als klassische Früchte wie Äpfel oder Orangen.

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