Ist Freitag, der 13. wirklich ein Unglückstag?

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Die Kombination aus der Zahl 13 und einem Freitag kommt nicht bei allen gut an.
Die Kombination aus der Zahl 13 und einem Freitag kommt nicht bei allen gut an. - © Bilderbox
Freitag, der 13., gilt bei vielen Menschen als Unglückstag. Es ranken sich Mythen rund um dieses Datum und der Aberglaube an den „schwarzen Freitag“ sitzt bei einigen tief. Doch passieren an diesem Tag wirklich mehr Unglücksfälle als an anderen Tagen? Wir haben die Fakten rund um diesen sagenumwobenen Tag.

Mindestens einmal im Jahr gibt es einen Freitag, den 13., und dieser ruft bei vielen ein mulmiges Gefühl hervor. 2017 kommt es im Jänner und im Oktober zu der unbeliebten Konstellation. Die Zahl 13 selbst hat keinen guten Ruf. In vielen Hotels gibt es kein Zimmer mit der Nummer 13 und auf manchen Flugreisen sucht man vergeblich eine 13. Sitzreihe im Flugzeug. In Kombination mit einem Freitag überkommt manche ein mulmiges Gefühl.

Angst vor Freitagen und der Zahl 13

Ein Ursprung für diese Angst liegt vermutlich in der Bibel, Adam und Eva hätten an einem Freitag die Sünde in die Welt gebracht, indem sie in den verbotenen Apfel gebissen haben. Jesus wurde an einem Freitag gekreuzigt. Die Zahl 13 gilt als Unglücksbringer.

Der Unheil bringende Ruf der 13 kann auch darauf zurückzuführen sein, dass die Zahl die Grenze zum bedeutsamen Zwölfer-System überschreitet und die Harmonie des Universums zerstört. Es gibt zwölf Monate, pro Tag zwei Mal zwölf Stunden und auch hier lässt sich wieder ein Bezug zur Bibel herstellen. Es gab zwölf Apostel – beim letzten Abendmahl saßen 13 Menschen an der Tafel, der 13. war der Verräter Judas.

Moderner Aberglaube

Das Angst-Phänomen sei aber “nicht sehr tief verwurzelt”, beruhigte der Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Parapsychologie in einem früheren APA-Interview. “Die meisten Leute machen Scherze darüber” – wirklich an einen Pechtag glauben dürften die wenigsten.

Die Furcht vor Freitag, dem 13., soll ein Phänomen des 20. Jahrhunderts und erstmals in den 50er-Jahren aufgekommen sein. Einige Menschen werden jedoch sogar krank: Psychologen nennen diese Angst “Paraskavedekatriaphobie”. Der Begriff ist aus dem lateinischen “parasceves” (Vorbereitungstag, meist vor dem Sabbat/Samstag) sowie den griechischen Wörtern “treiskaideka” (Dreizehn) und “phobos” (Furcht) abgeleitet.

Keine Angst vor Freitag, dem 13.

Der Glaube, dass an diesem Datum besonders viele Unfälle geschehen ist weit verbreitet. Das letzte große Unglück an einem Freitag, den 13., geschah 2012  die Costa Concordia sank vor der Insel Giglio.

Wie die Statistik einer Versicherung jedoch zeigt, geschehen an diesem Datum nicht mehr und nicht weniger Unfälle, als an einem anderen Tag. “Vergleicht man die Schadenfälle aller Wochentage, erweist sich der Montag mit knapp 18 Prozent generell als schadenreichster Tag”, erläuterte Richard Fabsits, Leiter des Bereichs Leistung bei der Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft (Zurich). “Der Freitag liegt – was die Schadenhäufigkeit betrifft – nach Dienstag und Mittwoch erst an vierter Stelle.”

(APA/SALZBURG24)

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