Italienische Küstenwache rettete 550 Flüchtlinge

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Flüchtlingsstrom reißt auch im Winter nicht ab
Flüchtlingsstrom reißt auch im Winter nicht ab - © APA (Archiv/AFP)
Die italienische Küstenwache hat am Freitag rund 550 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet. Die Menschen hätten sich auf vier Schlauchbooten befunden und seien in Einsätzen unter Leitung der Küstenwache auf sichere Schiffe gebracht worden, teilte die Küstenwache mit. Am Abend seien noch mehrere Einsätze am Laufen gewesen, die unter schwierigen Wetter- und Seeverhältnissen stattfänden.

Die Nichtregierungsorganisation SOS Mediterranee teilte mit, sie habe zwei Verstorbene von einem Flüchtlingsboot geborgen. Ein Schiff der Organisation habe von diesem Boot zugleich 193 Flüchtlinge lebend retten können, teilte ein Sprecher über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit.

Am Samstag wurden bei verschiedenen Rettungsaktionen in den Gewässern vor der süditalienischen Insel Lampedusa 13 Leichen geborgen. Acht Leichen wurden vor Libyen geborgen, nachdem ein Migrantenschiff gekentert war, berichteten italienische Medien. An Bord des Schiffes befanden sich laut den vier geretteten Migranten insgesamt 107 Menschen. Die Rettungsaktion erfolgte 30 Seemeilen von der libyschen Küste unter Aufsicht der italienischen Küstenwache.

Fünf weitere Leichen wurden in Schlauchbooten unweit von Lampedusa geborgen. Drei Flüchtlinge, darunter eine schwangere Frau, mussten wegen schwerer Unterkühlung per Hubschrauber ins Krankenhaus von Palermo auf Sizilien geflogen werden, berichteten Medien. Die anderen Überlebenden wurden nach Lampedusa gebracht.

(APA/ag.)

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