Italiens Metallgewerkschaft ruft zum Streik auf

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Präsident Thein Sein begrüßt Suu Kyi
Präsident Thein Sein begrüßt Suu Kyi
Die italienische Metallgewerkschaft FIOM geht mit der Regierung Renzi auf Konfrontationskurs. Die Gewerkschaft plant im November einen achtstündigen Streik aller Metallarbeiter in Italien. Das Datum des Streiks wurde noch nicht bekannt gegeben. Geplant sind außerdem zwei Großdemonstrationen am 14. November in Mailand und am 21. November in Neapel.


Der Streik richtet sich gegen die Arbeitsmarktreform der Regierung Renzi, die eine Auflockerung des Kündigungsschutzes vorsieht. Gegen die Arbeitsmarktreform hatten bereits am Samstag Hunderttausende Menschen in Rom demonstriert.

Nachdem am Mittwoch bei einer Protestaktion gegen Stellenstreichungen im ThyssenKrupp-Werk in der mittelitalienischen Stadt Terni drei Arbeitnehmer von der Polizei verletzt worden sind, ist die Regierung Renzi noch stärker ins Visier der Gewerkschaften geraten. Innenminister Angelino Alfano musste am Donnerstag vor dem Parlament über die Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten berichten. Die Sicherheitskräfte hatten verhindert, dass Teilnehmer eine Absperrung durchbrachen und zum Wirtschaftsministerium gelangten. Sie waren dabei mit Knüppelschlägen auf die Demonstranten losgegangen.

Alfano erklärte sich sowohl mit den verletzten Demonstranten als auch mit den Polizisten solidarisch. Er rief zu Verantwortungsbewusstsein auf. Proteste für den Erhalt von Jobs dürften nicht in Handgreiflichkeiten ausarten, mahnte der Minister. Wegen der Verletzung der Arbeitnehmer musste Alfano scharfe Kritik seitens der Gewerkschaften und der Linkspartei SEL hinnehmen. Diese will einen individuellen Misstrauensantrag gegen den Minister einreichen, um ihn zum Rücktritt zu bewegen. Es sei unannehmbar, dass Arbeitnehmer an ihrem Demonstrationsrecht gehindert würden. Die Polizei habe ohne Grund einen friedlichen Demonstrationszug angegriffen.

Kritik an Alfano übte auch Gewerkschaftschefin Susanna Camusso. Die Regierung müsse für ein weniger aggressives Verhalten der Polizei gegenüber friedlich demonstrierenden Arbeitnehmern sorgen. ThyssenKrupp hatte in diesem Monat angekündigt, nach gescheiterten Gesprächen mit den Gewerkschaften die Pläne zum Abbau von rund 550 Arbeitsplätzen in seinem Stahlwerk in Terni voranzutreiben. Bei der Tochter AST in Terni sollen die Kosten jährlich um 100 Millionen Euro gesenkt werden.

Unterdessen ist die Arbeitslosigkeit in Italien im September wieder angestiegen. Die Arbeitslosenquote betrug im September 12,6 Prozent, das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als im August. 3,236 Millionen Italiener waren im September arbeitslos, das sind 1,8 Prozent mehr gegenüber als im September 2013 und 1,5 Prozent mehr als im August 2014.

Die Jugendarbeitslosigkeit sank im September auf 42,9 Prozent, das sind 0,8 Prozentpunkte weniger als im August, aber 1,9 Prozentpunkte mehr als im Vergleichsmonat 2013. 698.000 Italiener im Alter zwischen 15 und 24 Jahren sind auf Arbeitssuche, teilte Istat mit.

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