Jane Goodall in NÖ Forschungsstation Haidlhof

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Mitterlehner lauschte Goodall ganz genau
Mitterlehner lauschte Goodall ganz genau
Die weltbekannte Schimpansenforscherin Jane Goodall hat am Mittwoch die Forschungsstation Haidlhof in Bad Vöslau besucht. Vizekanzler und Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) bezeichnete es in einer Pressekonferenz als Auszeichnung und Ehre, dass eine berühmte Wissenschafterin Österreich und seinen Forschungsarbeiten ihr Interesse und ihre Unterstützung widme.


“Jane Goodall war die erste Frau, die beobachtete, dass Schimpansen Stöckchen verwenden, um damit im Essen herumzustochern. Das war eine Sensation, eine Revolution und stellte die bisherige Wissenschaft auf den Kopf, als sie am 14. Juli 1960 in Tansania mit einfachsten Sachen ihre Untersuchungen begann”, lobte die Rektorin der Veterinärmedizinischen Universität Wien, Sonja Hammerschmid, den prominenten Gast aus Großbritannien.

Sie freue sich sehr, “heute hier zu sein und die Forschung hier zu sehen”, betonte Goodall. Sie sei über viele Jahre hindurch in der ganzen Welt unterwegs gewesen und habe 1960 mit ihren Forschungen begonnen. Es sei interessant zu sehen, wie die Feldforschung von damals auch Einfluss auf die Forschung am Menschen hatte. Durch die Arbeit mit den Schimpansen habe man “auch sehr viel über die menschliche Evolution gelernt”, denn die Forschung an den Menschenaffen habe dazu beigetragen, “das menschliche Verhalten besser zu verstehen”, meinte Jane Goodall.

Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP), der die Wissenschafterin schon von einem anderen Projekt, dem der Aids-Affen aus dem ehemaligen Safaripark Gänserndorf, kannte, würdigte den Blitzbesuch der Schimpansen-Expertin: “Ihre Sensibilität und ihr wissenschaftliches Know-how müssen wir nützen.”

Wissenschafter aus der ganzen Welt waren und sind am Haidlhof tätig. “Durch den starken internationalen wissenschaftlichen Austausch wird die österreichische Tradition der Verhaltungsforschung von Tieren am Haidlhof auf hohem Niveau weitergeführt”, sagte Mitterlehner.

2013 haben die Universität Wien und die Veterinärmedizinische Universität für das Projekt “Verbesserung der Infrastruktur der Forschungsstation Haidlhof” den Zuschlag von 1,26 Millionen Euro erhalten. 2015 und 2016 wolle man rund 650.000 Euro in den Haidlhof investieren, hieß es. Unter der Federführung von drei Biologen werden die Intelligenz und das soziale Verhalten von Bergpapageien (Keas), Raben und seit kurzem auch jenes von Freilandschweinen erforscht. Den Wissenschaftern stehen für ihre Tätigkeit weitläufige Volieren und ein Bioakustiklabor zur Verfügung.

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