Janukowitsch bedauert seine Untätigkeit bei Maidan-Protesten

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Janukowitsch spricht von seinem "größten Fehler"
Janukowitsch spricht von seinem "größten Fehler" - © APA (AFP)
Drei Jahre nach dem Beginn der Maidan-Proteste in Kiew hat der damalige ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch Bedauern über seine Entscheidung geäußert, die Proteste nicht von der Armee niederschlagen zu lassen. Es sei sein “größter Fehler” gewesen, dass er nicht “die Kraft” zur Unterzeichnung eines Dekrets gefunden habe, um die Armee einzuberufen, sagte Janukowitsch am Freitag in Russland.

Ein Einsatzbefehl an die Armee “wäre die einzige Möglichkeit gewesen, die Radikalen zu stoppen”, fügte Janukowitsch im südrussischen Rostow am Don hinzu. “Ich konnte mich aber nicht dazu durchringen, den Ausweg in einem Blutbad zu suchen.”

Auf dem als Maidan bekannten Unabhängigkeitsplatz in Kiew hatten im November 2013 wochenlange Kundgebungen für eine Annäherung der Ukraine an die EU begonnen. Im Februar 2014 kam es zu heftigen Straßenkämpfen, bei denen mehr als hundert Menschen getötet wurden. Die Zuspitzung der Proteste führte zum Sturz von Präsident Janukowitsch. Er flüchtete zunächst ins ostukrainische Donezk und setzte sich später mit russischer Hilfe nach Russland ab. Seitdem lebt er dort im Exil.

Unter Janukowitschs Nachfolger Petro Poroschenko kam es zu einer bis heute andauernden militärischen Konfrontation zwischen der ukrainischen Armee und prorussischen Separatisten in der Ostukraine, die nach Angaben Kiews von Moskau unterstützt werden.

(APA/ag.)

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