Japanische Zentralbank lockerte Geldpolitik weiter

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Nikkei-Index schoss nach oben
Nikkei-Index schoss nach oben
Die japanische Zentralbank hat überraschend die geldpolitischen Zügel weiter gelockert. Das gab die Zentralbank am Freitag bekannt. An der Börse in Tokio schoss der Nikkei-Index für 225 führende Werte in einer ersten Reaktion um mehr als fünf Prozent nach oben. Zugleich zog der Dollar zum Yen auf den höchsten Stand seit sechs Jahren an.


Die Zentralbank beschloss, die Geldbasis um jährlich 80 Billionen Yen (582 Milliarden Euro) auszuweiten. Das ist eine Aufstockung um 10 bis 20 Billionen Yen. Der Nachfragedämpfer in Folge einer Anhebung der Verbrauchssteuer im April sowie ein deutlicher Rückgang bei den Ölpreisen habe jüngst zu einem Druck auf die Preise geführt, hieß es.

Die Notenbank war im April vergangenen Jahres zu einer aggressiven Lockerung der Geldpolitik übergegangen. Damit soll die jahrelange Deflation mit konjunkturschädlich stetig fallenden Preisen in Japan überwunden werden. Zu diesem Zweck kauft die Notenbank jetzt noch verstärkter als bisher Staatsanleihen und riskantere Finanzinstrumente. Ziel der Bank von Japan ist eine Inflationsrate von zwei Prozent bis zum Jahr 2015.

Die Teuerungsrate in Japan ohne Lebensmittel, aber inklusive Ölprodukte betrug laut Regierung im September zum Vorjahresmonat 3,0 Prozent. Angepeilt ist für das kommende Frühjahr eine Teuerungsrate von 2,0 Prozent.

Die Arbeitslosenquote ist im September gestiegen. Saisonal bereinigt betrug sie nach Angaben des Innenministeriums 3,6 Prozent, im August waren es noch 3,5 Prozent. Zugleich ging die Zahl der verfügbaren Stellen erstmals seit mehr als drei Jahren zurück. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass der Arbeitsmarkt in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt an Schwung verliert.

Wirtschaftsminister Akira Amari sagte, die Regierung sei bereit, die Wirtschaft anzukurbeln. Es sei aber noch keine Entscheidung über ein neues Konjunkturprogramm getroffen worden, sagte er. Im Frühjahr war die japanische Wirtschaft so stark geschrumpft wie seit der Tsunami-Katastrophe im März 2011 nicht mehr. Der Grund dafür war die deutliche Anhebung der Mehrwertsteuer zum April.

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