Jazzwelt in Mattighofen verbindet Österreich und New York

In Mattighofen trifft die New-Yorker-Jazzwelt auf österreichische Tradition.
In Mattighofen trifft die New-Yorker-Jazzwelt auf österreichische Tradition. - © Gernot Bernroider
Bereits zum sechsten Mal findet im Schloss Mattighofen (Bez. Braunau) vom 17. bis 20. August 2017 der New York City Musikmarathon mit österreichischen und internationalen Weltklassemusikern statt. In Österreich beheimatete Musiker und Ensembles werden neue, innovativen Klängen in Bezug auf Heimat und Tradition vermischen.




Um musikalisches Neuland betreten zu können, finden neben den Auftritten internationaler Gastmusiker auch ganztägige Workshops für Studenten, Erwachsene, Amateure und Profis statt. Die spezielle Mischkost, die nicht nur unseren Konzertbesuchern sondern auch den Workshopteilnehmern geboten wird, machen laut Gernot Bernroider, Obmann der Veranstaltung, das Event so besonders.

Heimat und Tradition mit neuen, innovativen Klängen vermischen

Als gebürtiger Mattighofner lebt Bernroider, Gründer und musikalischer Leiter vom New Yorker City Musikmarathon, seit 22 Jahren als Musiker in den Vereinigten Staaten. Vor fünf Jahren wurde Bernroider im Rahmen einer Landesausstellung für ein Konzert nach Mattighofen eingeladen – der Startschuss für die jährlich stattfindenden Workshops und Konzertreihen. Heuer steht Heimat und Tradition im Fokus. “Speziell in der jetzigen Situation mit der Flüchtlingsproblematik und zunehmender Radikalisierung in unserer Gesellschaft ist es meiner Meinung nach wichtig über Ängste, Bedürfnisse und Probleme reden zu können”, erklärt Bernroider im SALZBURG24-Gespräch. Laut dem Veranstalter soll den Gästen Zugehörigkeit, Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung vermittelt, aber die Tradition nicht dazu verwendet werden, Ausgrenzung und Isolierung voranzutreiben.

Das Essemble des New Yorker Musikmatathons./Gernot Bernroider Das Essemble des New Yorker Musikmatathons./Gernot Bernroider ©

Zeitgenössische Jazzmusik made in Austria

Neben Gastensembles ist die Spielwiese das zeitgenössische, österreichische Jazzensembles “Culturessence” mit internationalen – vorwiegend aus New York stammende Gastsolisten –  Schwerpunkt der Konzertreihe. Die Musiker wollen die für diese Stadt typischen kreativen, energiegeladenen Spielstil des “melting pots” verkörpern. Dabei soll das New-York-Flair nach Mattighofen und die Haltung des überdimensionalen Kunstschaffen ohne Grenzen inspirieren. Die Kompositionen von“Culturessence”, zugeschnitten auf das Ensemble und die Solisten, sollen als Vehikel für neue, künstlerische Perspektiven als Alternativen zu bestehenden Automatismen dienen.

Großstadt-Flair nach Mattighofen

Die Intensität und Kreativität der Performances mit den Gastsolisten soll auch auf ein Publikum überspringen, dass durch das dezentral lokalisierte Festival normalerweise nur in größeren Städten erreicht wird. “Der New York Flair wird (noch) nicht durch visuelle und kulinarische Schmankerln nach Mattighofen geholt, obwohl es spätestens nächstes Jahr soweit sein wird, sondern durch die Einstellung und Erfahrung der Dozenten und Musiker verkörpert”, fügt Bernroider an.

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