“Jedes Kind” will “Greenpeace für Bildung” werden

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“Eine Art Greenpeace für die Bildung” will die neue NGO “Jedes Kind” (jedesK!ND) werden, die sich am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien vorgestellt hat. Die aus Mitgliedern der Zivilgesellschaft bestehende Initiative werde unabhängig agieren und sei “durchaus auch bereit, aktionistisch auf die Anliegen von Kindern hinzuweisen”, so Sprecher Daniel Landau laut Presseunterlagen.


Während Schule für Kinder, Eltern und Lehrer derzeit vor allem Stress bedeute, habe die Politik sich seit Jahren in ihren “ideologischen Gräben verschanzt” und in Machtkämpfe und Kompetenzstreit mit den Ländern verstrickt, kritisierte Vorstandsmitglied Sibylle Hamann. “Wenn die Politik erstarrt, ist die Zivilgesellschaft gefordert”, so die Journalistin.

Als Ziel der Initiative gibt Landau “eine besser gelingende Bildung für jedes Kind” aus: Durch Wertschätzung und Erfolgserlebnisse sollen die Kinder Sicherheit bekommen, denn immer mehr Junge hätten zu oft nur von ihren Defiziten gehört und sähen daher keine Perspektive. Um zu verhindern, dass Schüler ohne Abschluss aus dem System fallen, bräuchten Kindergartenpädagogen und Lehrer “die notwendigen Ressourcen”. Dabei sei auch die Hilfe von Sozialarbeitern, Psychologen, Sprachpädagogen und Ehrenamtlichen notwendig.

In Kindergarten und Volksschule seien bessere Betreuungsverhältnisse und mehr Zeit für Elterngespräche nötig, außerdem müssten die Pädagogen für ihre Arbeit “endlich leistungsgerecht” entlohnt werden. Das Bildungsministerium soll künftig für Kindergarten und Schulen zuständig sein, fordert “Jedes Kind”. Vom Ministerium verlangt die NGO außerdem einen “Kassasturz”, damit das Geld, das in die Bildung fließt und von dem viel nicht bei den Kindern ankomme, transparent umverteilt werden kann.

Landau hat sich bereits beim von Ex-Vizekanzler Hannes Androsch initiierten Bildungsvolksbegehren engagiert, ebenso Bernhard Drumel, der damals für die Kampagne verantwortlich war. Im Vorstand sitzt neben Hamann außerdem die frühere Vorsitzende der SP-nahen Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS), Eleonora Kleibel.

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