Jugendfilmfestival “Youki” mit 97 Filmen im Wettbewerb

97 Filme junger Regisseure und Regisseurinnen gehen von 22. bis 26. November beim Jugendfilmfestival “Youki” in Wels um Preise in drei Alterskategorien ins Rennen. Thema der Veranstaltungsreihe, die heuer zum 18. Mal stattfindet, ist das “Abhängen” – nicht nur als pubertäres Nichtstun, sondern auch als Freiraum, in dem sich Persönlichkeiten formen und sogar Jugendkulturen entwickeln können.

Maximal 20 Minuten dürfen die Kurzfilme von Filmschaffenden zwischen zehn und 26 Jahren lang sein, andere Vorgaben existieren nicht. Eine Vor-Jury hat aus knapp 500 Einreichungen 97 ausgewählt, die im internationalen Wettbewerb über die Leinwand flimmern werden. Die Preisrichter vergeben je einen mit 700, 1.100 bzw. 1.500 Euro dotieren Hauptpreis in drei unterschiedlichen Altersgruppen sowie den “Innovative Film Award”. Die Zuseher bestimmen, wer den Publikumspreis bekommt, und eine Schüler-Jury wählt den besten Streifen aus Oberösterreich.

Das diesjährige Festival-Thema “Abhängen” beleuchtet eine Phase im Leben der Jugendlichen, die vordergründig dem Nichtstun gewidmet ist, gleichzeitig aber ein Sprungbrett für Selbstfindung und Entwicklung sein kann, und sich oft im öffentlichen Raum manifestiert. Einen speziellen Fokus legt “Youki” auf weibliche Protagonistinnen. In der argentinischen Dokumentation “Las Lindas – The Pretty Ones” etwa thematisiert Filmemacherin Melisa Liebenthal den Druck, mit hübschen Freundinnen abzuhängen, wenn man selbst nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht.

Zwei Filme feiern beim diesjährigen Festival Österreich-Premiere: In “All these sleepless Nights” versuchte Regisseur Michal Marczak einen zeitgenössischen polnischen Film auf die Leinwand zu bringen, “der nicht deprimiert”. Er fängt den Geist der jungen Generation in Polen ein und porträtiert ein schillerndes alternatives Warschau. Der französische Streifen “Swagger” von Oliver Babinet stellt eine nach eigener Wahrnehmung extrem coole Sorte Teenager ins Schaufenster. Jugendliche, die ihren Weg aus einem unterprivilegierten Vorort ganz nach oben anstreben, erhalten in dem Film eine Plattform zur Selbstinszenierung.

(APA)

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