Jugendliche bilden sich in Freizeit häufiger fort

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Auch gelesen wird regelmäßig
Auch gelesen wird regelmäßig
Fernsehen, Handy, Freunde und Internet dominieren die Freizeit Jugendlicher, das Bild von der rein spaßorientierten, passiven Generation gerät aber ins Wanken: Zwei Drittel der Jungen bilden sich in ihrer freien Zeit weiter, fast die Hälfte liest mittlerweile regelmäßig ein Buch, berichtete Peter Zellmann, Leiter des Instituts für Freizeit- und Tourismusforschung (IFT), am Donnerstag.


Das IFT untersucht seit 30 Jahren regelmäßig das Freizeitverhalten der Österreicher. “Anders als bei der Gesamtbevölkerung sind im Freizeitverhalten Jugendlicher im Jahresvergleich deutliche Verschiebungen zu erkennen”, sagte Zellmann. “In immer kürzerer Zeit werden immer mehr Dinge unternommen.” Bemerkenswert sei “die Zunahme von gehaltvollen Freizeitaktivitäten wie die Weiterbildung oder das ‘sich mit der Familie beschäftigen’. Auch das Lesen von Büchern gewinnt, allerdings im Gegensatz zum Lesen von Zeitungen oder Zeitschriften, an Beliebtheit”, heißt es im IFT-Fazit über die 15- bis 19-Jährigen.

Den Daten zufolge lesen 48 Prozent regelmäßig ein Buch gegenüber 28 Prozent in den Jahren 1998 bis 2006. Die Weiterbildung hat im gleichen Zeitraum von 26 auf 66 Prozent zugelegt, die Beschäftigung mit der Familie von 31 auf 67 Prozent.

Andere Rollenbilder wurden bestätigt: 15- bis 19-Jährige nutzen erwartungsgemäß Technologien wie Computer, Internet und E-Mail deutlich häufiger als Ältere, sie sind Handy-Vieltelefonierer und lieben nach wie vor CD, MP3, DVD und Computerspiele. Unternehmungen im Freundeskreis seien ihnen aber sehr wichtig. Die Jungen betreiben auch etwas mehr Sport als Erwachsene.

Ihre häufigsten Freizeitaktivitäten sind laut IFT Fernsehen (88 Prozent), Handy-Telefonieren unterwegs (86 Prozent), der PC (82 Prozent), mit Freunden etwas unternehmen (80 Prozent) und Internetdienste nutzen (77 Prozent). Zum Vergleich: Bei den über 20-Jährigen rangieren die Unternehmungen mit Freunden nur auf Platz 23. Die Nutzung von Sozialen Medien liegt bei den Jüngeren auf Platz 7, bei den Älteren erst auf Rang 27. Letztere lesen dafür deutlich häufiger Zeitungen, Zeitschriften oder Illustrierte (mit 71 Prozent auf Platz 4). “Ausschlafen” kam bei beiden Gruppen in die Top Ten, wenn auch auf den hinteren Rängen.

Discobesuche sind den Jugendlichen zuletzt weniger wichtig gewesen, geht aus der Erhebung hervor. Auch der Besuch von Rock- und Popkonzerten sei rückläufig.

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