Junge Flachgauerin begeisert in China auf Mozartgeige

Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping begrüßt die junge Musikern aus Salzburg.
Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping begrüßt die junge Musikern aus Salzburg. - © APA/BUNDESHEER/PETER LECHNER
Die erst siebenjährige Anna Cäcilia Pföß aus Elsbethen (Flachgau) gilt als besonders großes Talent auf der Geige. Nicht ohne Grund reiste die jungen Flachgauerin gemeinsam mit der Delegation um Bundespräsident Alexander Van der Bellen nach China, um dort beim Staatsbankett aufzuspielen. Van der Bellen teilte ein beeindruckendes Video des Auftritts auf Facebook.


Gastgeber beim Bankett im Goldenen Saal der Großen Halle des Volkes war am Sonntag der chinesische Staatspräsident Xi Jinping. Von Österreich wurde dabei eher Wert darauf gelegt, die “gegenseitige Affinität im Kulturbereich” zu betonen. Eine besondere Note brachte daher die Salzburgerin ins Spiel. Sie ist erst sieben Jahre alt und damit auch ein kleines Wunderkind wie der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart. Sie geigte auf jenem aus Salzburg mitgebrachten Instrument auf, das der in Salzburg geborenen Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) als kleiner Bub in Händen gehalten hatte. Die kleine Anna Cäcilia trug seine Werke sowie österreichische und chinesische Volksweisen vor. Am Klavier begleitet wurde sie vom Präsidenten der Stiftung Mozarteum, Johannes Honsig-Erlenburg.

Anna Cäciila Pföß: Siebenjährige mit viel Bühnenerfahrung

Sie stammt nach Angaben aus dem Umfeld des Bundespräsidenten aus einer sehr musikalischen Familie, ihre Eltern sind beide Musikpädagogen, sie ist das Jüngste von drei Kindern. Das Mädchen spielt seit 2014 Geige, zudem noch Ziehharmonika und Gitarre. Sie ist mehrfache Preisträgerin von Prima la musica-Wettbewerben. Bühnenerfahrung hat Anna Cäcilia auch beim Salzburger Hirtenadvent als Hirtenkind gesammelt. Neben der Musik – die Siebenjährige liebt Mozart – gehören noch Reiten, Lesen und Autos zu ihren Leidenschaften.

Kindergeige in Mozarts Geburtshaus ausgestellt

Das Instrument, Mozarts Kindergeige, auf dem sie am Sonntag spielte, stammt vom Salzburger Hof-, Lauten- und Geigenbauer Andreas Ferdinand Mayr (1693-1764). Mit großer Wahrscheinlichkeit wurde es in den 40er-Jahren des 18. Jahrhunderts gebaut, die Größe liegt zwischen einer Viertel- und Halbgeige. Bis 1820 besaß Mozarts Schwester Maria Anna (“Nannerl”) das kostbare Instrument, sie verkaufte es dann an Leopold Trestl in Neumarkt am Wallersee (Flachgau). 1829 veräußerte er die Kindergeige an den Volksschullehrer Adalbert Lenk. Dieser verkaufte 1877 die Geige an den Botschafter beim Heiligen Stuhl in Rom, Ludwig Johann Graf Paar. Am 5. Februar 1896 übergab sein Sohn das Instrument der Stiftung Mozarteum Salzburg. Die Kindergeige ist üblicherweise in Mozarts Geburtshaus ausgestellt.

(APA/S24)

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