Kältewelle mit bis zu minus 20 Grad “relativ selten”

Die Kältewelle bringt uns Temperaturen im zweistelligen Minusbereich.
Die Kältewelle bringt uns Temperaturen im zweistelligen Minusbereich. - © Neumayr
Mit Temperaturen um bis zu minus 20 Grad steht uns ab Sonntag ein markanter Kälteeinbruch bevor. Wie die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) aufzeigt, komme das Ende Februar statistisch gesehen nur alle sieben bis zehn Jahre vor.

Der Winter 2017/18 hat bisher besonders im Bergland viel Schnee gebracht, war aber insgesamt relativ mild. Spät aber doch, steht jetzt ein markanter Kälteeinbruch bevor, denn ab dem Wochenende strömt polare Kaltluft nach Österreich.

Für Sonntag bis weit in die nächste Woche hinein prognostiziert die ZAMG für die meisten Regionen Österreichs Dauerfrost. In den Nächten sind Temperaturen zwischen minus fünf und minus 15 Grad zu erwarten, vereinzelt auch unter minus 20 Grad. Auf den Bergen liegt die Temperatur in 2.000 Meter Höhe Anfang nächster Woche ganztägig um minus 20 Grad. Vor dem Kälteeinbruch fallen am Donnerstag und Freitag besonders im Süden Österreichs noch einige Zentimeter Schnee. Während der Kältephase ist es dann größtenteils trocken und zumindest zeitweise auch sonnig.

Großflächig extreme Kälte Ende Februar relativ selten

Markante Kälteeinbrüche kommen in Österreich Ende Februar nur alle paar Jahre vor, erklärt ZAMG-Klimatologe Alexander Orlik: „Eine Phase mit Eistagen im Großteil Österreichs, also ganztägig Temperaturen unter 0 Grad, kommt immer wieder vor, statistisch gesehen alle zwei bis drei Jahre. Seltener sind aber Kälteeinbrüche, bei denen es in den Nächten auch in tiefen Lagen verbreitet auf minus zehn bis minus 20 Grad und tiefer abkühlt. Das kommt in Österreich Ende Februar statistisch gesehen nur etwa alle sieben bis zehn Jahre vor. Die bevorstehende Kältewelle sieht derzeit ganz nach so einem relativ seltenen Ereignis aus.”

Letzte vergleichbare Kälteeinbrüche Ende Februar 2011 und 2005

In den letzten Jahren gab es meist nur kleinräumige Kältephasen Ende Februar, wie 2015 (vor allem im Gebiet vom Tiroler Unterland bis zum Ennstal) und 2013 (vor allem stellenweise in Salzburg, Vorarlberg, Tirol, Kärnten und der Steiermark). Den letzten massiven Kaltlufteinbruch, der Ende Februar den Großteil Österreichs betroffen hat, gab es 2011 und davor in den Jahren 2005, 1996, 1993 und 1986.

Bisheriger Wintertiefstwert in Radstadt gemessen

Die Chancen stehen gut, dass die tiefste Temperatur des Winters 2017/18 erst in den letzten Februartagen erreicht wird. Der bisherige Tiefstwert dieses Winters wurde mit -21,2 °C am 10. Dezember 2017 in Radstadt (Pongau) gemessen. Der absolute österreichische Kälterekord sollte aber in den nächsten Tagen nicht in Gefahr sein. Er liegt in tiefen Lagen bei -36,6 °C, gemessen am 11. Februar 1929 an der Wetterstation Stift Zwettl. Berücksichtigt man auch die Bergstationen, ist Österreichs Kälterekord -37,4 °C, gemessen am 2. Jänner 1905 am Sonnblick-Observatorium der ZAMG in 3106 Meter Seehöhe.

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