Kainz will 2018 zeigen, dass er guter Bundesligaspieler ist

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Kainz will konstanter Stammspieler sein
Kainz will konstanter Stammspieler sein - © APA (dpa)
Von 20 Pflichtspielen keines verpasst: Florian Kainz hat in seiner zweiten Saison beim deutschen Fußball-Bundesligisten Werder Bremen einen großen Schritt nach vorne gemacht. Im Frühjahr will der 25-jährige Steirer sein Standing beim Tabellen-16. weiter verbessern. “Ich will in der Rückrunde zeigen, dass ich ein guter Bundesligaspieler bin, bin voll motiviert”, sagte Kainz vor dem Rückrundenstart.

Am Samstag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen 1899 Hoffenheim hofft der Mittelfeldspieler auf seinen zehnten Saisoneinsatz in der Liga von Beginn an. Die “Jokerrolle”, die er vergangene Saison, in der er nur 15-mal in Pflichtspielen zum Zug gekommen war, und 2017/18 bisher in der Liga achtmal ausfüllte, soll zukünftig die Ausnahme sein. “Es ist nicht mein Anspruch, nur Ersatz zu sein”, betonte Kainz.

Darauf hat er gut hingearbeitet. Kainz war einer der Gewinner des “guten”, aber vor allem aufgrund der vielen taktischen Einheiten, auch “psychisch sehr anstrengenden” Spanien-Trainingslagers und somit der kurzen Winter-Vorbereitung. Bei der Liga-Generalprobe, einem 4:0 gegen den niederländischen Erstligisten Twente Enschede am Sonntag, zeigte er auch mit einem Torerfolg auf.

“Ich habe ja auch schon gute Spiele gezeigt, war bis jetzt aber nicht effektiv genug. Ich hoffe, das ändert sich jetzt”, erklärte der Ex-Rapidler. Diese Saison traf Kainz nur im letzten Pflichtspiel 2017, beim 3:2-Erfolg gegen Freiburg im Cup-Achtelfinale. Es war sein drittes Tor für Bremen, wohin er im Sommer 2016 von Rapid gewechselt war.

Weitere Treffer sollen Werder auch den Weg zum Klassenerhalt ebnen. “Klar können wir uns nicht hinstellen und sagen, dass ‘Kainzi’ 17 überragende Hinrundenspiele bestritten hat. Aber ich finde, er hat schon Spiele gezeigt, in denen er seine eigene Marke gesetzt hat. Er hat einen hohen Wert für unsere Mannschaft und ich bin sehr froh, dass ich genau diesen Spielertypen in meiner Mannschaft habe”, lobte Werder-Coach Florian Kohfeldt den ÖFB-Teamkicker.

Kainz muss sich aktuell keine Gedanken über seine Zukunft machen, sein Kontrakt läuft noch bis Ende Juni 2020. Bei seinem Club-Kollegen Zlatko Junuzovic schaut die Situation anders aus. Werders Kapitän ist nur noch bis Saisonende an den Verein gebunden, Gespräche bezüglich einer Verlängerung sind am Laufen, Interessenten für einen ablösefreien Wechsel im Sommer dürfte es genauso reichlich geben.

Während die Bremer im Kampf gegen den Abstieg Punkte dringend brauchen, geht es für Hoffenheim darum, wichtige Zähler im Europacup-Rennen zu holen. Mit Florian Grillitsch will auch ein Ex-Bremer seinen Beitrag leisten. “Nach dem Pokalspiel ist es für mich ja schon die zweite Rückkehr. Es ist allerdings immer noch ein besonderes Spiel für mich, weil ich eine lange Zeit in Bremen war und es auch noch viele Kontakte gibt”, sagte der 22-Jährige auf der Werder-Homepage.

Grillitsch kam in seiner Premierensaison für 1899 bisher in 13 Pflichtspielen, darunter auch beim 0:1 gegen Bremen im Cup, zum Einsatz. “In der Tat bin ich nicht so gut reingekommen wie erhofft – das lag auch daran, dass ich in der Vorbereitung verletzt eine Weile passen musste. Aber die Hinrunde hat sich für mich persönlich gut entwickelt. Ich habe viel Spielzeit bekommen und auch gute Spiele gemacht. Auf diesem Weg möchte ich in der Rückrunde weitermachen”, verlautete der Ex-Bremer.

Gegen Bremen gab es im ersten Saisonduell in der Liga einen 1:0-Erfolg. “Wenn Werder zuhause in Führung geht, ist es für den Gast beim Bremer Publikum schwer, dass Spiel noch einmal zu drehen. Das mussten wir im Pokal erfahren. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir einen Sieg einfahren können”, sagte Grillitsch.

Auf Einsatzminuten darf auch sein Landsmann Stefan Posch hoffen. Der 20-jährige Innenverteidiger spielte sich im Herbstfinish in den Vordergrund. Deshalb wurde er von der Liga auch als einer von drei Kickern für die Wahl zum “Rookie des Monats” nominiert. Im Gegensatz zu Posch, der diese Saison 13 Mal für die Profis in Pflichtspielen tätig war, muss mit Robert Zulj der dritte Österreicher bei Hoffenheim noch auf seine Ligapremiere warten. Eine Schambeinentzündung hatte den 25-Jährigen nach seinem Sommer-Wechsel von Fürth zurückgeworfen.

Im letzten Europa-League-Gruppenspiel gab Zulj im Dezember immerhin sein Pflichtspieldebüt. “Ich will Gas geben und mich in dieser Mannschaft beweisen. In Hoffenheim sind in den vergangenen Jahren viele Jungs zu Nationalspielern gereift, das motiviert natürlich”, blickte der Bruder von Sturm-Graz-Kicker Peter Zulj optimistisch nach vorne.

(APA)

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