Kaprun: Nächtlicher Chlorgas-Austritt in Therme

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Die Feuerwehr musste wegen eines Chlorgas-Austritts ausrücken.
Die Feuerwehr musste wegen eines Chlorgas-Austritts ausrücken. - © FF Kaprun/David
Kurz vor halb zwei Uhr früh wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehren Kaprun und Zell am See (beides Pinzgau) wegen eines Chlorgas-Austritt zur Tauern Spa World in Kaprun alarmiert. In einem Technikraum war Chlorgas ausgetreten.

Die Messstation in dem Raum hatte einen erhöhten Chlorgaswert angezeigt, weshalb der Techniker umgehend den Feuerwehrnotruf wählte, berichtete die Feuerwehr Kaprun in einer Aussendung. “Chlorgas ist ein Atemgift. Kommt man nach dem Einatmen nicht schnell an die frische Luft, kann man daran sterben”, warnte Günter Dussing, Leiter des Referats für Chemie und Umweltschutz des Landes Salzburg, erst kürzlich nach einem Chlorgas-Austritt im Freibad Straßwalchen (Flachgau) im Gespräch mit SALZBURG24.

Die Feuerwehr geht bei einem derartigen Einsatz mit großen Sicherheitsvorkehrungen ans Werk. Ausgerüstet mit Schutzanzügen wird das Gas abgesaugt. Die betroffene Stelle wird mit Wasser bespritzt und anschließend abgedichtet.

Chlorgas: Nächtlicher Einsatz für Feuerwehr

In Kaprun rückte sowohl die örtliche Feuerwehr, als auch die Sondergruppe Gefahrgut von der Feuerwehr Zell am See aus. Der stechende Geruch des Chlorgas war bei Eintreffen der Feuerwehr bereits deutlich wahrnehmbar, heißt es in der Aussendung weiter. Die Florianis sperrten den betroffenen Bereich umgehend ab.

“Ein Atemschutztrupp mit schwerem Atemschutz brachte die Schutzventile beim Behälter an und führte mit entsprechenden Messgeräten Messungen im Lagerraum durch, wodurch erhöhte Messwerte erkennbar waren”, schilderte Einsatzleiter und Ortsfeuerwehrkommandant Gerhard Lederer. “Mit der Wassersprühanlage, in dem Natriumthiosulfat mit Wasser als Sprühnebel verwendet wird, wurden die Werte im Lagerraum verringert”, erklärte er weiter.

Ursache für Chlorgas-Austritt in Kaprun unklar

Nach etwa eineinhalb Stunden bewegte sich der Messwert wieder im Normbereich. Die Feuerwehr konnte ihren Einsatz beenden. Die Ursache für den Austritt ist bisher nicht geklärt. Verletzt wurde bei diesem Zwischenfall niemand. Insgesamt waren 21 Mann der Feuerwehren mit vier Fahrzeugen, zwei Mann mit einem Fahrzeug der Polizei sowie vier Mann und zwei Fahrzeuge vom Roten Kreuz im Einsatz.

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