Karriere bei Weyland Steiner: Lehrlingsinterview mit Anna Scheinast (18)

Akt.:
2Kommentare
Anna Scheinast hat im Juli die Lehre bei Weyland Steiner erfolgreich abgeschlossen. Sie ist jetzt Großhandelskauffrau.
Anna Scheinast hat im Juli die Lehre bei Weyland Steiner erfolgreich abgeschlossen. Sie ist jetzt Großhandelskauffrau. - © SALZBURG24/Schuchter

250 Mitarbeiter zählt Weyland Steiner, ein erfolgreiches Großhandelsunternehmen für Handwerks- und Industriebedarf, an seinen sechs Standorten in ganz Österreich. In der Zentrale in Bergheim (Flachgau) hat die 18-jährige Anna Scheinast ihren Arbeitsplatz. Sie wurde im Juli nach erfolgreichem Lehrabschluss übernommen. Im Rahmen unserer „Lehrlingsoffensive“ haben wir uns mit Anna über die Lehrzeit bei Weyland Steiner unterhalten und auch darüber gesprochen, wie sie sich als junge Frau in dieser männerdominierten Branche durchschlägt.

SALZBURG24: Warum hast du dich für die Lehrstelle als Großhandelskauffrau bei Weyland Steiner entschieden?

ANNA: Ich habe zuerst überlegt, ob ich noch weiter in die Schule gehen soll. Meine Schwester hat bei Weyland Steiner aber schon mal gearbeitet und meinte, ich soll mir das doch mal ansehen. Ich bin dann gleich zum Schnuppern aufgenommen worden und es hat mir total Spaß gemacht. Da war die Entscheidung, dass ich arbeiten gehe, schnell getroffen.

Und das obwohl der Handwerks- und Industriebedarf doch eher männerdominiert ist?

Ja, auf jeden Fall. Mir taugt die Arbeit in der Werkzeugabteilung einfach extrem und mich interessiert das auch. Und ich finde, dass sich auch eine Frau in Sachen Werkzeug gut auskennen kann. Und das möchte ich auch beweisen. Es gibt aber auch immer wieder mal Kunden, die zu mir kommen und mich gleich nach einer männlichen Verkaufskraft fragen (lacht).

Und wie gehst du damit um?

Ich versuche ihnen freundlich zu erklären, dass ich mich in der Abteilung gut auskenne und sie beraten kann. Wenn sie dann aber weiterhin auf einen Verkäufer pochen, bringe ich sie zu meinem Chef.

Was war eigentlich dein früherer Berufswunsch?

Friseurin. Da war ich auch schnuppern, kurz bevor ich Weyland Steiner kennengelernt habe. Und dabei habe ich bemerkt, dass das doch nicht so meins ist.

Warum?

Als ich beim Friseur war, war jeder Tag genau gleich. Man fängt mit derselben Sache an und hört mit der gleichen Sache auch wieder auf. Und beim Steiner ist es so, es kommen jeden Tag neue Kundschaften und man wird jeden Tag neu gefordert. Es passiert jeden Tag etwas anderes, das gefällt mir am besten hier.

Wenn du dich an das Bewerbungsgespräch zurückerinnerst, wie war das für dich?

Ich war komplett nervös. Ich wusste auch nicht genau, was ich sagen sollte. Aber der Chef war gleich richtig nett. Er hat mich auch private Sachen gefragt, zum Beispiel was ich in meiner Freizeit mache, und so weiter – und das hat mir extrem geholfen und meine Nervosität war schnell wieder weg.

Was muss jemand deiner Meinung nach unbedingt für eine Lehre bei Weyland Steiner mitbringen?

Teamwork ist bei uns extrem wichtig. Und man muss Durchhaltevermögen haben und zeigen: Es gibt in der Lehrzeit Abteilungen, die für einen nicht so leicht sind, bei mir war es zum Beispiel das Lager. Das war sehr anstrengend für mich. Außerdem ist es wichtig, dass man sich sicher ist, dass man das machen will. Und man sollte sich für die Produkte, die wir verkaufen, auch interessieren. Immerhin berät man im zweiten und dritten Lehrjahr auch die Kunden.

Der Team der Werkzeugabteilung bei Weyland Steiner in Bergheim/SALZBURG24/Schuchter Ein Teil des Teams der Werkzeugabteilung bei Weyland Steiner in Bergheim mit Teamleiter und Lehrlingsausbildner Martin Maiburger/SALZBURG24/Schuchter ©

Kannst du uns die Lehrzeit bei Weyland Steiner kurz beschreiben?

Gerne. Im ersten Lehrjahr ist man durchgehend im Lager. Dort richtest du Waren her, verpackst sie und achtest darauf, dass alles unbeschädigt beim Kunden ankommt. Ich habe damals auch den Paketdienst gemacht und war dafür zuständig, dass die Pakete alle richtig geschickt werden.

Nach dem Jahr im Lager kommt man in den Verkauf. Ich bin ich in die Werkzeugabteilung gekommen. Und da war ich das zweite und dritte Lehrjahr durchgehend. Dort darf man sich auch als Lehrling manchmal an die Kassa setzen. Man macht Mittagskassa oder Ganztagskassa. Wir betreuen Kunden, füllen Reparaturscheine und Bestellungen aus. Das alles darf man ab dem dritten Lehrjahr schon völlig selbstständig machen. Und wenn man sich einmal irgendwo nicht auskennt, helfen dir die Kollegen weiter. Aber man trägt schon von Anfang an die volle Verantwortung. Und das ist ein richtig gutes Gefühl.

Und es gibt auch ein Lehrlingscamp, richtig?

Ja, das Camp ist total klasse. Bis zum dritten Lehrjahr fährst du einmal im Jahr übers Wochenende mit deinen Kollegen weg. Im Camp gibt es wichtige Tipps für die Kundenberatung und wir lernen dort immer sehr viel. Und es gibt einen Grillabend, bei dem dann auch die Vorgesetzten kommen und wir miteinander zusammensitzen. Das war immer sehr schön.

Welche Tipps hast du für Jugendliche, die sich bei Weyland Steiner für eine Lehrstelle bewerben möchten?

Auf jeden Fall schnuppern gehen, bevor man sich bewirbt! Dann sieht man auch gleich, ob einem die Arbeit gefällt oder etwas anderes doch besser ist. Es hilft später auch, wenn man beim Schnuppern die wichtigsten Sachen schon mitschreibt. Einen guten Eindruck macht es außerdem, wenn man gleich mitarbeitet und mithilft. Am wichtigsten finde ich einfach, dass man sich vorher wirklich darüber Gedanken macht, ob man das auch will.

Du hast deine Lehre letzte Woche erfolgreich abgeschlossen. Wie schauen denn deine Pläne für die Zukunft aus?

Ich bin jetzt in der Werkzeugabteilung übernommen worden. Ich möchte hier eigentlich sehr lange bleiben. Vielleicht gibt es ja mal Aufstiegschancen, vielleicht gehe ich aber auch mal ins Büro. Aber jetzt aber bleibe ich erstmal in der Werkzeugabteilung.

Und zum Schluss ein Frage an dich als Expertin in Sachen Werkzeuge: Was ist deiner Meinung nach ein Werkzeug, das jeder daheim haben sollte?

Ein Akkuschrauber! Es kommen echt viele Kundschaften zu uns, die einfach nur einen Akkuschrauben brauchen – obwohl sie schon zwei daheim haben (lacht). Aber auch viele Frauen kaufen einen Akkuschrauber einfach für sich, damit sie daheim selbst werkeln können. Und die berate ich ganz besonders gerne.

 

Entgeltliche Kooperation mit Weyland Steiner.

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Motorradfahrer im Wiestal mit ... +++ - Warum wir nicht gerne mit den ... +++ - Motorrad gegen Auto: Schwer Ve... +++ - Weihnachtsbeleuchtung in der A... +++ - Kind bei Verkehrsunfall in Hel... +++ - Salzburg bringt fahrende Bibli... +++ - Rainerstraße: Mann bei Arbeits... +++ - 15. Salzburger Verkehrstage: M... +++ - Autofahrer, aufgepasst! Vorsic... +++ - Großgmain: Passant findet tote... +++ - Nationalratswahl: So vergaben ... +++ - „Kleine Reisewelle“ rollt auf ... +++ - Rekrut erschossen: Schwager de... +++ - Lehen: Radler streckt Mann mit... +++ - NR-Wahl: Wahlbeteiligung stark... +++
2Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel