Katzen geköpft und gehäutet: Täterfrage beschäftigt Grödig

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Vier Katzen wurden in Grödig tot aufgefunden.
Vier Katzen wurden in Grödig tot aufgefunden. - © CATHERINE GUGELMANN / AFP/Archiv
Für großes Entsetzen sorgt seit dem Wochenende in Grödig (Flachgau) ein grausamer Fall von Tierquälerei. Katzen sind geköpft und ohne Fell in einem Bach aufgefunden worden. Nun stellt man sich in der Gemeinde die Frage, wer ist zu so einer Tat fähig?




Wie berichtet, waren die Kadaver am Wochenende im Glanbach bei Fürstenbrunn gefunden worden. Die teils geköpften und gehäuteten Tiere dürften zwischen Donnerstag und Sonntag dort entsorgt worden sein, so die Polizei, die derzeit der Täterfrage nachgeht.

Zwei Tage nach dem schrecklichen Fund tappen die Ermittler noch im Dunkeln, erklärte Polizeisprecherin Irene Stauffer auf Anfrage von SALZBURG24. Die Obduktion durch das Landesveterinäramt sei noch ausständig. Diese Ergebnisse müsse man abwarten. Zudem sei weiter ungeklärt, wem die Tiere gehörten. Sie wiederholte im Zuge dessen den Aufruf an Katzenbesitzer aus dem Großraum Grödig, vermisste Vierbeiner der Exekutive zu melden.

Pfotenhilfe erinnert an Fall Lucky

Schockiert zeigte sich am Montag im Gespräch mit SALZBURG24 auch Jürgen Stadler von der Pfotenhilfe Lochen. In Anbetracht dieser grausamen Tat rief er den Fall Lucky in Erinnerung, der im November des Vorjahres in Salzburg für Entsetzen sorgte. “Auch hier hat ein Tierquäler einem wehrlosen Geschöpf mutwillig Gewalt angetan”, so Stadler. Lucky war mit abgeschnittenen Zehen in Köstendorf (Flachgau) aufgefunden worden. Er musste mehrfach operiert werden und hatte einen schwierigen Genesungsweg vor sich. Er gab allerdings in Happy End: Die behandelnde Tierärztin nahm den Vierbeiner bei sich auf.

Die Katzen in Grödig konnten jedoch nur noch tot aufgefunden werden. Für sie gibt es keine Rettung mehr. Hier gehe jetzt nur noch um die Identifizierung des Täters, so Stadler. Aus kriminalpsychologischer Sicht seien zwei mögliche Motive wahrscheinlich. Man könne entweder von einem Rachefeldzug eines Nachbarn gegenüber den Tierbesitzern ausgehen oder aber im schlimmsten Fall handle es sich um einen psychisch kranken Täter, der an den Tieren “geübt” habe, führte er aus. Der Täter sei jedenfalls gefährlich, ist er überzeugt, – womöglich auch für Menschen. “Man weiß nicht, was diese Person vorher getan hat bzw. wozu sie noch fähig ist”, appellierte er an die Bevölkerung, jegliche Hinweise der Polizei zu melden.

Ergreiferprämie der Gemeinde Grödig

Ebenso wurde die Gemeinde Grödig in dem schockierenden Fall aktiv. Bürgermeister Richard Hemetsberger (parteifrei) lobte eine Ergreiferprämie von 1.000 Euro aus, bestätigte sein Büro auf Anfrage. Man wolle seinen Teil beitragen, um dem Tierquälerei rasch einen Riegel vorschieben zu können. Dem Täter drohen bis zu zwei Jahre Haft.

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