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13. März 2012 13:40; Akt.: 13.03.2012 15:45

Keine 380kV-Leitung am Gaisberg

Noch im Juli 2011 seilte sich Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden (rechts im Bild) noch für eine Protestaktion gegen die 380kV-Leitung vom Mönchsberg ab. Noch im Juli 2011 seilte sich Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden (rechts im Bild) noch für eine Protestaktion gegen die 380kV-Leitung vom Mönchsberg ab. - © FMT-Pictures/M.W.
Salzburgs Widerstand war erfolgreich: Der Verbund hat am Dienstag eingelenkt – der Gaisberg wird von einer 380kV-Leitung verschont.

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„Die Vernunft hat gesiegt, unser Widerstand ist erfolgreich, die Verbundgesellschaft wird die horrible 380kV-Trasse zwischen Gaisberg und Nockstein nicht bauen – und darüber freuen wir uns“ – so reagiert am Dienstag Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden auf die nunmehr fixierte Trassen-Entscheidung der Verbundgesellschaft.

Keine 380kV-Trasse zwischen Gaisberg und Nockstein

Ausdrücklich dankt Heinz Schaden auch allen Mitstreitern von Alpenverein, Naturschutzbund, Naturfreunden und der Anrainer-Initiative: Ihr Engagement zum Schutz des Erholungsraums Gaisberg und des Landschaftsbilds am Stadtrand von Salzburg haben entscheidend zum Einlenken der Verbundgesellschaft beigetragen.

„Nockstein-Mitte“-Variante wird errichtet

Konkret wird im Bereich Koppl die „Nockstein-Mitte“-Variante der Höchstspannungsleitung errichtet: Diese führt in Ost-Nord-Richtung um den Nockstein, ehe sie in die Trasse zur Querung der Wolfgangsee-Bundesstrasse einschwenkt. Auf der Trasse werden außerdem niedriger bauende Masten in „Torform“ eingesetzt. Das hat APG-Vorstand Heinz Kaupa in einem Gespräch mit Bürgermeister Heinz Schaden verbindlich mitgeteilt.

Die „Nockstein-West“-Variante, die den bewaldeten Hang zwischen Gaisberg und Nockstein mit bis zu 90 Meter hohen Masten durchschnitten hätte, ist damit vom Tisch. Dass nicht die aus Sicht der Stadt noch umwelt- und landschaftsverträglichere Variante „Steinbruch“ in Koppl realisiert wird, wertet Schaden als Zugeständnis an die Gemeinde Koppl.

Und am Dienstag, gab die APG “die bestmögliche Trassenführung” bekannt. Wesentliches Kriterium bei der Wahl sei das Prinzip “Mensch vor Natur” gewesen: Im gesamten Bereich der Trasse befänden sich keine Wohngebäude im Abstand von 70 Metern zur Trassenachse und nur drei Objekte im Abstandsbereich zwischen 160 und 200 Metern. Die neue Leitung wird laut APG-Aussendung im Gemeindegebiet Koppl um rund 850 Meter länger als die bestehende 220-kV-Leitung, die später abgebaut wird. 68 Häuser, die sich derzeit noch im Abstand von bis zu 200 Metern zur bestehenden Leitung befinden (16 sogar im Bereich von weniger als 70 Metern), würden dadurch entlastet.

Neue 380kV-Lösung ist kürzeste der drei Varianten

Die Variante „Nockstein-Mitte“ weist eine Länge von 1612 Metern auf und ist damit die kürzeste der drei Varianten. Im 200-Meter-Bereich links und rechts der Trasse befinden sich keine Wohnobjekte, in der 400-Meter-Zone dieser Trasse liegen nur 216 Quadratmeter Bauland. Bei der von der Stadt bekämpften West-Variante der 380kV-Leitung wären hier 16.800 Quadratmeter Bauland betroffen gewesen.

Im zweiten Quartal des Jahres wird die APG nun den zweiten Abschnitt der 380-kV-Freileitung (vom Umspannwerk Salzburg bis zum Netzknoten Tauern in Kaprun) zur Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) einreichen. Das erste Teilstück “Salzburgleitung 1″ vom Netzknoten St. Peter am Hart (OÖ) bis zum Umspannwerk Salzburg-Elixhausen (Flachgau) hat eine Länge von rund 46 Kilometern und ist bereits seit März 2011 regulär in Betrieb. (SALZBURG24/APA)



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