Kern skizziert in FH Hagenberg Mindmap für die Zukunft an die Tafel

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Kanzler Kern spricht vor Studenten der FH Hagenberg.
Kanzler Kern spricht vor Studenten der FH Hagenberg. - © APA/BKA/ALEXANDER SCHWARZL
Einen Tag nach seiner Grundsatzrede in Wels hat Bundeskanzler Christian Kern Donnerstagvormittag in der FH Hagenberg im Mühlviertel die Essenz seines “Plan A für Austria” rund 200 Studierenden vorgestellt. Im Audimax skizzierte er mit Kreide eine Mindmap für die Zukunft Österreichs an der Tafel. Im obersten Kreis: 200.000 neue Jobs.


Auch wenn, wie Kern selber zugestehen musste, die grafische Präsentation durchaus verbesserungswürdig war, beeindruckte er mit seinem Auftritt die Zuhörer, so dass sich Professoren für ihre Vorlesungen die selbe Aufmerksamkeit wünschten. In lockerer Atmosphäre, nicht hinter dem Rednerpult, veranschaulichte er den Studenten, wohin Österreich mit ihm in den nächsten Jahren gehen solle. Als die “drei Entwicklungsstränge” sieht er “Globalisierung, Digitalisierung und Migrationswellen”, wobei er in Hagenberg nur auf die beiden erstgenannten näher eingehen wollte. Trotz Trump und Brexit müsse man dieses zwei Ströme als “Chance begreifen”. Als Beispiel nannte er etwa “den Siegeszug westlicher Demokratien” durch die Globalisierung.

Energiewende als tragende Säule am Arbeitsmarkt

Außerdem zeigte er sich davon überzeugt, dass in den nächsten fünf Jahren dank Digitalisierung fahrerlose Autos im Straßenverkehr dominieren werden. Noch zu seiner Studienzeit waren “wir schwer beeindruckt” als ein Kommilitone “uns sein neues Auto, mit Fuchsschwanz natürlich, präsentierte”. Heute werden Bekannte von ihm “aschfahl”, wenn er berichte, in Wien im siebenten Bezirk, wo er wohne, einen freien Parkplatz gefunden zu haben.

Trotz launiger Worte vergaß der Bundeskanzler aber nicht die Eckpunkte seines “Plan A” zu umreißen. Eine tragende Säule bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze sei neben der Energiewende die Bildung. Er stellte 5.000 neue FH-Studienplätze in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik in Aussicht.

Kern zu: Start-ups und Arbeitszeitflexibilisierung

Als nach seinen Ausführungen die Fragerunde eröffnet wurde, herrschte im Hörsaal zuerst Stille. Als Kern diese mit einem Schwank aus seinem Leben,”ich habe schon einmal ein solches Erlebnis in einer Seniorenrunde gehabt”, aufbrechen wollte, meldeten sich die Studierenden sehr wohl zu Wort. Was er zu tun gedenke, um erfolgreiche Start-ups in Österreich zu halten, wie er zum Thema Arbeitszeitflexibilisierung stehe und was er den Verlierern des technischen Fortschritts anbieten könne, mochten sie wissen.

In Summe gesehen wolle er bestehende Regelungen verändern, gegen den Stillstand antreten. “Die politischen Parteien sind nicht mehr Motor der Veränderung”, meinte er selbstkritisch. Daher müsse das politische System umgebaut werden, begründete er seinen Vorstoß für ein Mehrheitswahlrecht. Das laute Klopfen auf die Tischen im Audimax zum Schluss war doch mehr als die verhaltene Begeisterung der Zuhörer am Vorabend in Wels. “Das war echt cool”, kommentierte eine Studentin den Gastvortrag des Bundeskanzlers in Hagenberg.

(APA)

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