Sollte es Gehaltsobergrenzen in Österreich geben?

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Kern will Beschränkung bei Unternehmen mit Mehrheit des Bundes
Kern will Beschränkung bei Unternehmen mit Mehrheit des Bundes - © APA (Archiv)
SPÖ-Chef Christian Kern will Manager-Gehälter bei Unternehmen mit Mehrheit des Bundes wie beispielsweise Bahn und Verbund, aber auch Nationalbank beschränken. Als Maximalsumme schweben dem Kanzler 500.000 Euro im Jahr vor. Wir wollen hingegen von euch im Meinungscheck wissen, ob es in ganz Österreich allgemeine Gehaltsobergrenzen geben sollte.

Kern selbst argumentierte damit, dass er bei seinem Engagement in der Bahn über dieser Summe gelegen habe. Dabei wäre er auch bei weniger Einkommen keinen Deut weniger motiviert bei der Sache gewesen.

Verhältnis wächst zu Gunsten der Manager

Begründet wurde der Wunsch vom SPÖ-Vorsitzenden am Donnerstag damit, dass die Manager-Gehälter in den vergangenen Jahren deutlich höher gestiegen seien als die Einkommen der Mitarbeiter der jeweiligen Unternehmen. So sei das Verhältnis Anfang der 2000er-Jahre noch bei 24:1 gelegen, mittlerweile aber auf 51:1 zu Gunsten der Manager angewachsen. Allzu viele Manager dürfte diese Beschränkung wohl nicht treffen. Kern konnte die Zahl nicht beziffern. Er habe die Manager nicht durchgezählt, es gehe aber auch um einen symbolischen Wert.

Kern-Forderung: Verwunderung bei Nationalbank

Für Verwunderung sorgte Kerns Forderung bei der Nationalbank. Denn für das Direktorium gelte seit Mitte der 1990er-Jahre das Bezügebegrenzungsgesetz, sagte Sprecher Christian Gutlederer zur APA. Notenbank-Gouverneur Ewald Nowotny darf daher nicht mehr als der Bundeskanzler verdienen. Das sind derzeit rund 300.000 Euro – während Kern Managerbezüge mit 500.000 Euro deckeln will. Auch in den unteren Ebenen liege die Entlohnung entsprechend unter diesem Wert. Kern hatte als Beispiele für die Begrenzung ÖBB und Verbund genannt, auf Nachfrage aber bestätigt, dass auch die Nationalbank unter das Regime fallen sollte.

(APA)

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