24. August 2012 11:33; Akt.: 24.08.2012 11:33

Kinderpornos: Polizist hat nie Kinder missbraucht

Der Anwalt des Polizisten dementiert jegliche Missbrauchsvorwürfe. Der Anwalt des Polizisten dementiert jegliche Missbrauchsvorwürfe. - © Bilderbox/Symbolbild
Im Fall eines Linzer Polizisten, der seit Sonntag wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauchs und des Besitzes von kinderpornografischen Darstellungen in Untersuchungshaft sitzt (SALZBURG24 hat berichtet), hat sich sein Anwalt Andreas Mauhart am Freitag an die Medien gewandt.

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Sein Mandant stelle “strikt in Abrede, jemals ein Kind, d.h. weder die eigenen noch ein fremdes, sexuell oder sonst wie missbraucht zu haben”, heißt es in dem der APA vorliegenden Schreiben.

Pornos, aber kein Missbrauch

Es sei niemals zu geschlechtlichen Handlungen zwischen dem Mann und irgendeinem minderjährigen Kind gekommen. Sein Mandant habe auch niemals Material mit pornografischen und sexuellen Handlungen von und mit Kindern, weder mit eigenen noch mit fremden, hergestellt, verkauft oder verbreitet, so Mauhart.

Richtig sei, dass sein Mandant frei zugängliche, d.h. nicht kostenpflichtige Darstellungen nackter Minderjähriger im Internet betrachtet und gespeichert habe. Das sei moralisch verwerflich und strafrechtlich relevant, so der Anwalt. Der Polizist habe diesbezüglich bereits im Zuge der ersten Einvernahme ein reumütiges Geständnis abgelegt und sämtliche relevanten Daten der Polizei übergeben. Sein Mandant sei niemals Mitglied eines Kinderpornoringes gewesen und es gebe “weder eine Vernetzung mit einschlägigen Foren noch wurde jemals gegen Bezahlung kinderpornografisches Material gekauft”.

Keine Hinweise auf Porno-Ring

Der Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Linz, Dietmar Gutmayer, wollte das Schreiben nicht kommentieren. Der Verdächtige und seine Frau – ebenfalls eine Polizistin – befänden sich jedenfalls bis zur Haftprüfungsverhandlung am 3. September in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen würden weiterhin laufen. Hinweise auf einen Porno-Ring oder darauf, dass der Verdächtige Material verkauft habe, seien bisher nicht aufgetaucht.

Der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs und der sittlichen Gefährdung begründet sich auf einem Video. Darauf soll der Polizist mit seiner Frau zu sehen sein – und auch eines ihrer Kinder. Die Aufnahme liegt allerdings bereits ein paar Jahre zurück. Über das Ehepaar wurde wegen Tatbegehungs- und Verdunkelungsgefahr Untersuchungshaft verhängt. Derzeit durchforste die Polizei eine große Datenmenge von den Computern des Polizisten nach verdächtigem Material, hieß es.

Bilder per Zufall entdeckt

Ans Licht kam der Verdacht per Zufall: Ein Fremder soll eine verlorene Speicherkarte des Beamten gefunden haben, auf dem sich belastendes Material befunden haben dürfte. Der Mann wollte herausfinden, wem die Karte gehört, und legte sie in einen Rechner ein. Dabei entdeckte er das verdächtige Material und brachte das Speichermedium zur Polizei. Dort forschten die Beamten den Besitzer schließlich in den eigenen Reihen aus.

(APA)



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