Kiri Te Kanawa singt nicht mehr in der Öffentlichkeit

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Kiri Te Kanawa zieht sich zurück
Kiri Te Kanawa zieht sich zurück - © AFP
Die aus Neuseeland stammende Opernsängerin Kiri Te Kanawa wird keine öffentlichen Auftritte mehr absolvieren. Sie ziehe sich endgültig zurück, sagte die 73-jährige dem britischen Sender BBC am Mittwoch. Te Kanawa, von der britischen Königin zur Dame erhoben, gilt als eine der größten Sopranistinnen ihrer Zeit.

“Ich will meine Stimme nicht mehr hören, sie gehört der Vergangenheit an”, sagte Te Kanawa, die schon ungefähr ein Jahr nicht mehr in der Öffentlichkeit zu hören war. “Daher lehre ich junge Sänger und höre ihre schönen, jungen, frischen Stimmen; meine Stimme möchte ich ihnen nicht an die Seite stellen.”

Den Durchbruch in ihrer mehr als 50-jährigen Karriere schaffte Te Kanawa 1971 als Gräfin Almaviva in Mozarts “Le nozze di Figaro” am Royal Opera House Covent Garden in London. Sie sang an allen großen Opernhäusern der Welt – in Paris, Mailand, Wien und New York sowie beim Glyndebourne Festival und den Salzburger Festspielen. Einen ganz besonderen Auftritt absolvierte sie bei der Hochzeit von Prinzessin Diana und Prinz Charles 1981, die 600 Millionen Menschen weltweit im Fernsehen mitverfolgten. Berühmte Partner waren die Tenöre Jose Carreras und Placido Domingo.

Te Kanawa, deren Vater Maori war, dürfte vor allem als Richard-Strauss- und als Mozart-Interpretin in Erinnerung bleiben. Ihre letzte Rolle an der Wiener Staatsoper war 2013 die Duchesse de Crakentorp in Donizettis “La fille du regiment”, nachdem sie sich bereits vier Jahre davor größtenteils von der Opernbühne zurückgezogen hatte. “Ich hatte eine ziemlich unglaubliche Karriere”, sagte sie nun. Zuletzt hatte sie in der britischen TV-Serie “Downton Abbey” die historische, australische Sopranistin Nellie Melba dargestellt.

(APA/ag.)

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