13. Oktober 2010 18:00; Akt.: 13.10.2010 18:00

Klimaschutz an der Leine

Andere zum Nachdenken bringen, das wollte der Schüler mit seinem ehrgeizigen Projekt erreichen Andere zum Nachdenken bringen, das wollte der Schüler mit seinem ehrgeizigen Projekt erreichen - © Privat
von Florian Dünser - 3. Preis “Private Haushalte” - Leon Böhler liegt eine lebenswerte Welt am Herzen. Mit seinem Kunstprojekt “Klimaleine” will er dem Klimawandel den Kampf ansagen und andere zum Nachdenken anregen.

“Wenn es mit der Erderwärmung so weitergeht, müssen wir bald nur noch kurze Hosen und T-Shirts kaufen.” Es war dieser Satz seines Vaters Peter Böhler, der Leon zu denken gab. “Ich habe mir vorgestellt, dass an unserer Wäscheleine nur noch Sommerkleider hängen”, erzählt der engagierte 14-Jährige. “Für Menschen und Tiere wäre es eine schreckliche Umstellung, wenn es keinen Winter, keinen Schnee und nur noch wenig Regen geben würde.” Und die Klimaleine war so gut wie geboren. 

Wäscheleine in Hard

An Ostern konnte es dann endlich losgehen. Aus alten Bohnenstangen bastelte Leon eine Wäscheleine, die er in einer Nacht-und-Nebel-Aktion an der Rheinstraße in Hard aufstellte. Gut sichtbar für alle Autofahrer. An die Schnur heftete er Sommerkleider, die er mit den Buchstaben “Klimawandel” bemalte. Andere zum Nachdenken bringen, das wollte der Schüler mit seinem ehrgeizigen Projekt erreichen.

Facebook-Gruppe

In einer Arbeit verfasste Leon seine Ideen zum Klimawandel. Parallel dazu rief der junge Fußacher die Facebook-Gruppe “Stoppt den Klimawandel” ins Leben. “Ich will hier zur Diskussion anregen. Jeder soll eigene Projekte entwickeln”, erzählt der Umweltschützer. Und diese Möglichkeit wird immer wieder genutzt. “Wir machen in der Schule gerade ein Projekt zum Thema Klimawandel. Dazu suchen wir ein paar Fragen. Wäre nett, wenn ihr euch bei mir melden könntet”, liest man da etwa. Eine lebenswerte und intakte Welt für sich und alle anderen ist das Bestreben von Leon. “Jeder Einzelne kann etwas gegen den Klimawandel tun”, ist der Jugendliche überzeugt, und das führt er auch immer wieder seiner Familie vor Augen. So dürfen bei den Böhlers nur weite Strecken per Auto zurückgelegt werden. “Entweder du fährst mit dem Rad oder ich erledige es für dich”, das hört Mama Andrea immer wieder von ihrem Sohn. 


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