Konrad Laimer – Rekordmann bei Red Bull Salzburg im Portrait

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Konrad Laimer startet voll durch im Profifußball.
Konrad Laimer startet voll durch im Profifußball. - © Red Bull / GEPA
Konrad Laimer und Rekorde? Der 19-Jährige im Dienst von Doublesieger Red Bull Salzburg spielte im Jahr 2015 in fünf Bewerben. Im SALZBURG24-Interview spricht der Mittelfeldspieler unter anderem über sein turbulentes letztes Jahr, das Bundesheer und FIFA-Turniere im Trainingslager.




Im Kalenderjahr 2015 spielte der gebürtige Salzburger in der Bundesliga, Ersten Liga, im ÖFB-Cup, der Europa League und UEFA Youth League – kein Bullen-Kicker wurde mehr eingesetzt. “Ich habe ein bewegtes Jahr hinter mir, durfte viel in unterschiedlichen Bewerben spielen”, so Laimer im SALZBURG24-Interview, “als junger Spieler ist das wichtig, damit ich mich weiterentwickeln kann.” Auch der sportliche Leiter, Christoph Freund, ist stolz auf eines der Akademie-Aushängeschilder: “Seine Entwicklung ist mehr als positiv, Laimer überzeugt mit Leistung.”

Von Abersee in die Bundesliga und nach Europa

Das Fußballspielen lernte Laimer in seiner Heimatgemeinde Abersee im Salzkammergut. Bereits im Alter von zehn Jahren wechselte er zu Red Bull Salzburg und durchlief alle Jugendmannschaften. Unter Trainer Adi Hütter feierte der defensive Mittelfeldspieler mit 17 Jahren im Herbst 2014 sein Bundesliga-Debüt. Danach folgte ein rasanter Aufstieg mit der Krönung zum “Rookie des Jahres 2015” und dem Doublegewinn. Nach einer Verletzung samt Formtief ging es für den Jungnationalspieler im Sommer zurück zum FC Liefering. “Der kleine Dämpfer war nicht optimal. Dieses Frühjahr greife ich wieder voll an, um das Beste herauszuholen.” Zusätzliche Motivation braucht der Youngster nicht. “Besser kann es für mich nicht laufen – Fußballprofi ist mein Traumjob. Es macht mir jeden Tag Spaß zum Training zu fahren.” Unter Interimscoach Thomas Letsch absolvierte Laimer die letzten beiden Spiele vor der Winterpause über 90 Minuten. Der Bundesliga-Frühjahrsauftakt steigt für Red Bull Salzburg am Sonntag in der Südstadt.

Laimer führt Liefering als Kapitän auf das Feld. /Red Bull / GEPA Laimer führt Liefering als Kapitän auf das Feld. /Red Bull / GEPA ©

Bundesheer und neuer Trainer

Was nur wenige wissen: Laimer hat einen Lehrabschluss als Sportadministrator und Bürokaufmann in der Tasche. Außerdem rückte der 19-Jährige im heurigen Jänner beim Bundesheer als Panzerpionier ein. “Am Anfang war es nicht leicht, den Dienst mit den Trainingseinheiten zu verbinden”, gibt Laimer zu. Mittlerweile wurde er von der Schwarzenbergkaserne in das Heeresleistungsportzentrum Rif verlegt, wodurch er auch wieder an allen Trainingseinheiten unter Neo-Coach Oscar Garcia teilnehmen kann. “Wir trainieren unter ihm viel Ballbesitz und Spielaufbau sowie Ballstafetten. Als Team müssen wir uns wiederfinden und unseren Spielstil durchziehen. Dann kann auch die Double-Verteidigung klappen.” In der Herbstsaison machte Red Bull Salzburg viele kleine Fehler und kassierte in der Folge leichte Gegentore: “Das müssen wir abstellen”, macht Laimer klar.

Laimer beim Interview mit Sportredakteur Thomas Pfeifer. /SALZBURG24 Laimer beim Interview mit Sportredakteur Thomas Pfeifer. /SALZBURG24 ©

Laimer auf Nationalteam-Radar?

Der Jugendnationalspieler fiebert schon der EURO 2016 in Frankreich entgegen – wenn auch nur als Zuschauer, denn Teamchef Marcel Koller hat sich noch nicht bei ihm gemeldet. „Als Österreicher kann man nur stolz sein auf die Leistungen des Nationalteams – das hilft unserem Fußball, jeder profitiert vom Erfolg.” Doch auch der junge Mittelfeldspieler dürfte mit seiner zweikampfstarken und aggressiven Art am Platz zumindest auf Kollers erweitertem Radar sein. “Ich gebe immer alles und haue mich in jeden Ball rein. Ich gebe nie auf, will jedem Ball nachlaufen und immer attackieren”, beschreibt Laimer seinen eigenen Spielstil. In der Offensive gibt es noch viel Luft nach oben, was derzeit aber noch kein Thema ist: “Mein Job liegt in der Defensive, darauf konzentriere ich mich.”

Alle Augen auf Laimer. /Red Bull ( GEPA Alle Augen auf Laimer. /Red Bull / GEPA ©

“Fertigmachen tue ich mich nicht”

Durch seine starken Leistungen in unterschiedlichen Bewerben lockt Laimer auch Begehrlichkeiten. Im Vorjahr kam ein wildes Gerücht von Borussia Dortmund ans Tageslicht, mittlerweile soll der Jungnationalspieler auch auf weiteren Beobachtungszetteln stehen. “Ich habe nie etwas Ernstes gehört. Man liest es und kann darüber grinsen”, winkt Laimer ab. Auch durch öffentliche Kritik versucht er sich nicht beirren zu lassen: “Fertigmachen tue ich mich nicht, das ist mir am Ende ziemlich egal.”

Abschalten kann der 19-Jährige daheim bei den Eltern, gemeinsam mit Freundin Inès-Sarah oder Freunden im Kino und beim Bowling. In teaminternen FIFA-Turnieren geht es auch immer hoch her. Im Trainingslager spielte er viel gegen Zimmerkollege Benno Schmitz. “Er war schon besser als ich”, gibt Laimer zu. Es gebe aber keinen im Team, der gegen jeden gewinnt. Am liebsten spielt er mit seinen – auch im realen Leben – Lieblingsteams Borussia Dortmund und FC Liverpool.

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Ein von Konrad Laimer (@konradlaimer) gepostetes Foto am

(SALZBURG24/Pfeifer)

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