Konsumkritischer Spaziergang zeigt Alternativen in Stadt Salzburg

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Welche Macht haben Lebensmittelkonzerne? (Symbolbild)
Welche Macht haben Lebensmittelkonzerne? (Symbolbild) - © APA/dpa/Julian Stratenschulte
Das Hinterfragen des eigenen Einkaufsverhaltens, Nachhaltigkeit und Regionalität sind längst keine Nischenthemen mehr. Immer mehr Menschen wollen bewusster einkaufen: Fair, Bio und am besten ohne Plastik. Doch wo geht das in Salzburg und was sollte man dabei beachten? Antworten auf diese Fragen versucht der konsumkritische Stadtspaziergang zu geben.




Vier Stationen in der Stadt Salzburg werden am morgigen Freitag Teil des Spaziergangs sein. An jedem Halt wird über einen anderen Aspekt des heurigen Schwerpunkts “Lebensmittel” gesprochen. Getragen wird das Projekt von den Organisationen Intersol, Südwind, dem Afro Asiatischen Institut, dem Referat für Weltkirche und der Fairtrade-Stadt Salzburg. “Wir führen zu dritt durch die Stadt und jeder hat eine Station als Schwerpunkt”, erklärt Elisabeth Feldbacher vom Afro Asiatischen Institut. Mit dabei sind auch Anita Rötzer von Südwind und Birgit Almhofer von Intersol.

Vier Stationen, vier Vorträge und Alternativen

Das erste Mal angehalten wird bei einem Supermarkt. Das Thema: Lebensmittelkonzerne und ihre Macht, aber auch Fleischkonsum und -produktion. Weiter geht es zur “Frau von Grün” ins Andräviertel. Weil es im Laden von Michaela Auernigg-Traunig unter anderem Linsen, Getreide und allerlei Gewürzen ohne Plastikverpackung direkt aus dem Spender gibt, wird hier über Verpackungen gesprochen. Insbesondere die Vor- und Nachteile sowie Auswirkungen von Plastikverpackungen werden diskutiert. “Wir wollen die Lücke schließen zwischen dem Wissen, dass Plastik in dieser Menge nicht tragbar ist und, wie man selbst etwas gegen den enormen Plastikverbrauch machen kann”, schildert Feldbacher.

Die letzte Station ist der Weltladen in der Linzer Gasse, im Vordergrund steht hier fairer Handel als Alternative zum konventionellen Weltmarkt. “Dieses Jahr machen wir am Freitag auch erstmals einen Stop bei der Stadt Salzburg, die sich ja als Fairtrade-Stadt präsentiert”, ergänzt Birgit Almhofer. Die Fairtrade-Beauftragte, Hilde Wanner, wird dabei einen Einblick geben, welche Kriterien man als Fairtrade-Stadt erfüllen muss und, welche Maßnahmen Salzburg dafür setzt.

Konsumkritik: Keine Belehrung, sondern ein Austausch

Insgesamt wird der Spaziergang zwei Stunden dauern, veranstaltet wird er seit 2015. In der Vergangenheit wurden die Themen Kakao, Energie, Recycling oder auch Mode behandelt. Der Andrang sei jedes Jahr groß, sagt Almhofer. Maximal 15 Personen können an einem Tag mitgehen, um Voranmeldung wird daher gebeten. “Es ist aber eine spezielle Auswahl an Personen, die mitmachen. Die haben sich schon mit den Themen auseinandergesetzt und kommen wegen Tipps und Infos”, weiß Almhofer.

Belehren wollen die drei Frauen niemanden, wie sie im Gespräch mit SALZBURG24 betonen. Vielmehr geht es um ein niederschwelliges Angebot für Gespräche und Diskussionen, um den Austausch und das Aufzeigen von Alternativen in der Mozartstadt. “Auch Leute aus der Gruppe bringen oft Neues ein, es ist nicht so, dass wir alles wissen”, hebt Anita Rötzer hervor.

Termin für den nächsten konsumkritischen Spaziergang:

Freitag, 22. Juni 2018: “Kaufen ohne Ende”, Treffpunkt Philharmonikergasse 2, von 15 bis 17 Uhr.
Anmeldung bis 18. Juni unter 0662 841 413 13 oder office@aai-salzburg.at

Wer sich in diesem Bereich engagieren möchte kann das in der Fairtrade-Arbeitsgruppe der Stadt Salzburg machen.

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