Kopierschutz-Anbieter Denuvo unter Druck: “Kein Schutz, der ewig hält”

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Denuvo war zuletzt immer mehr unter Druck geraten. (Symbolbild)
Denuvo war zuletzt immer mehr unter Druck geraten. (Symbolbild) - © Oliver Berg dpa/lnw
Die Salzburger Firma Denuvo brachte Kopierschutz-Piraten regelmäßig zur Verzweiflung: Denn mit seiner Software spielt das Unternehmen weltweit ganz vorne mit und schützt Titel wie Rise of the Tomb Raider, Just Cause 3 oder FIFA 16 vor Raubkopierern. In den vergangenen Monaten war Denuvo unter Druck geraten, weil der Kopierschutz des Unternehmens in immer kürzeren Zeiten von Software-Piraten geknackt werden konnte.

Am Dienstag wurde die Übernahme des Unternehmens mit Sitz in der Stadt Salzburg vom holländischen Weltmarktführer Irdeto bekannt.

Denuvo: “Kein Schutz der ewig hält”

“Es gibt keinen Schutz, der ewig hält, der unknackbar ist”, sagt der bisherige Denuvo-Eigentümer und Gründer Reinhard Blaukovitsch. “Wir haben immer gesagt, dass wir das nicht können – und ich wage auch zu behaupten, dass das sonst auch niemand kann. Wichtig ist, dass wir unseren Kunden einen Schutz bieten für das initiale Release-Fenster, das ist so zwischen zwei und vier Wochen nach Veröffentlichung. Wenn wir da einen Schutz bieten, dann ist dem Kunden sehr, sehr geholfen, weil dort macht er 80 bis 90 Prozent seines Umsatzes.”

Allerdings hatte es zuletzt etliche Berichte gegeben, wonach Spiele mit Denuvo-Kopierschutz bereits nach wenigen Tagen oder gar nur Stunden nach ihrer Veröffentlichung illegal kopiert worden sein sollen, was den Wert des Unternehmens doch erheblich mindern würde. Über den Kaufpreis, den Irdeto für Denuvo bezahlt, haben die beiden Unternehmen Stillschweigen vereinbart.

Nicht einfach Programmierer zu finden

Geeignete Leute in diesem Bereich zu finden sei nicht einfach, sagte Blaukovitsch, der an der TU in Graz Nachrichtentechnik und Elektronik studiert hat. “Wir investieren auch sehr viel, die richtigen Leute zu finden und nach Salzburg zu bringen, wenn sie nicht in Salzburg sind.” Man brauche vor allem Programmierer, die maschinennahe programmieren können, “also nicht GUI, User Interface, sondern sehr nahe an der CPU. Wenn wir Abgänger von Universitäten bei uns einstellen, dauert es ungefähr sechs Monate, bis wir ihnen auch noch einige von den Dingen beigebracht haben, die wir programmieren und die wir brauchen.”

(APA)

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