Krampusläufe: Auflagen reichen für Salzburger Veranstalter aus

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Auch die Veranstalter des Gnigler Krampuslaufs setzen bei ihrem Event Absperrgitter ein (Symbolbild).
Auch die Veranstalter des Gnigler Krampuslaufs setzen bei ihrem Event Absperrgitter ein (Symbolbild). - © SALZBURG24/Konrad/Archiv
In Salzburg zeigten sich Veranstalter von Krampus- und Perchtenläufen am Dienstag davon überzeugt, dass die bestehenden Sicherheitsmaßnahmen ausreichen. “Wer offensichtlich betrunken ist, wird beim Start ausgefiltert. Das ist bei uns seit zwölf Jahren so”, betonte Hannes Brugger, Organisator des Gnigler Krampuslaufes in der Landeshauptstadt, an dem Anfang Dezember 41 Passen teilnehmen werden.

“Wir setzen entlang der Strecke Absperrgitter ein, es gilt ein Pyrotechnikverbot und wir kontrollieren zu Beginn die Schlagwerkzeuge der Teilnehmer.” Außerdem habe sich bewährt, dass man seit Jahren immer mit den selben Passen zusammenarbeite. “Wir wissen, wer kommt, wie sie auftreten, und ob sie in unser Konzept passen.” Als familienfreundlicher und brauchtumsorientierter Lauf verzichte man auf Gruppen, die man nicht kenne.

Krampuslauf: Sicherheitsmaßnahmen unabdingbar

Brugger hält auch ein gewisses Maß an Sicherheitsmaßnahmen für unabdingbar. “Schwarze Schafe sagen zwar oft, sie wollen nur den Brauch erhalten. Dabei machen sie mit ihrem Verhalten mehr kaputt, als sie dazu beitragen.” Bei sehr großen Veranstaltungen – etwa bei den Läufen in St. Johann im Pongau oder in Bischofshofen – bekomme zudem jeder Krampus eine Nummer und ist so identifizierbar. “Wir selbst haben Anmeldeformulare, wo jeder Läufer namentlich genannt werden muss”, erklärte Brugger.

“Früher haben die Krampusse ganz anders zugeschlagen”

“Es passiert bei Krampusläufen eigentlich recht wenig. Die Vorfälle in Kärnten werden medial hochgespielt”, sagte Petra Trauner, Organisatorin des Krampuslaufes in Zell am See (Pinzgau). In den vergangenen Jahren habe es bei ihrem Lauf nie Zwischenfälle gegeben. “Jeder Krampus wird bei uns registriert. Die teilnehmenden Passen werden genau informiert, auf was sie achten müssen. Es gibt abgesperrte Bereiche, einen Haufen Ordner und der Masseneinlauf findet koordiniert statt – was nicht heißt, dass nicht einmal etwas passieren kann.” Außerdem würden Perchtenläufe heute sehr gesittet ablaufen. “Früher haben die Krampusse ganz anders zugeschlagen als heute.”

Sicherheit obliegt Veranstaltern und Ordnungsdiensten

Für die Sicherheit seien grundsätzlich die Veranstalter und die Ordnungsdienste verantwortlich, betonte am Dienstag Polizeisprecherin Eva Wenzl im Gespräch mit der APA. “Die Polizei begleitet die Läufe nur und kümmert sich in erster Linie um Straßensperren im Verkehr.” Eingeschritten werde nur, wenn es zu Zwischenfällen komme. Die Polizei informiere im Vorfeld zudem die Veranstalter über die geltenden Vorschriften – etwa beim Transport von Menschen auf Traktor-Anhängern oder beim Einsatz von Pyrotechnik. “Das Personal wird meist nur dann aufgestockt, wenn mehrere Veranstaltungen zusammen treffen”, sagte Wenzl.

(APA)

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