Kriegsschiff der US-Marine bleibt im Panamakanal liegen

Das modernste Kriegsschiff der US-Marine, der High-Tech-Zerstörer “Zumwalt”, hat im Panama-Kanal eine Panne erlitten. Wegen eines Maschinenschadens habe der Raketenzerstörer seine Fahrt durch den Kanal nicht fortsetzen können, berichteten die US-Marine und US-Medien am Dienstag.

Das erst vor wenigen Wochen in den Dienst genommene, 4,3 Milliarden Dollar (4,05 Mrd. Euro) teure Kriegsschiff habe am Montag auf einem Stützpunkt der US-Marine Halt machen müssen. Die “Zumwalt” befand sich auf dem Weg von Baltimore zu ihrem künftigen Heimathafen im kalifornischen San Diego. Marine-Sprecher Ryan Perry sagte, es werde nun geprüft, wie lange für die Reparaturen gebraucht werde. “USNI News” zitierte einen nicht genannten Militärvertreter, der von bis zu zehn Tagen sprach.

Zumwalt: 180 Meter und 15.000 Tonnen

Das 180 Meter lange und 15.000 Tonnen schwere Kriegsschiff ist so gebaut, dass es getarnt ist und auf den Radarschirmen nicht größer als ein Fischerboot erscheint. Die “Zumwalt” ist das erste Schiff einer neuen Generation von Zerstörern der US-Marine. Der Motor wird mit Strom angetrieben, die Besatzung zählt fast 150 Soldaten.

Panamakanal: Nicht erste Panne

Die jetzige Panne ist nicht die erste des Schiffs, das erst im Mai seinen Konstruktionshafen verlassen hatte. Bereits im September musste es laut “USNI News” repariert werden, nachdem die Crew ein Meerwasserleck im Antriebssystem entdeckt hatte.

Die “Zumwalt” ist der erste von drei in Auftrag gegebenen Lenkraketen-Zerstörern einer eigenen neuen Luxusklasse von Kriegsschiffen, der fertiggestellt wurde. Die Baukosten für das Trio belaufen sich laut Naval Institute auf 12,7 Milliarden US-Dollar. Nach dem ursprünglichen Plan soll das Schiff ab 2018 als Teil der US-Flotte Einsätze fahren.

(APA)

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