25. Juli 2012 15:59; Akt.: 25.07.2012 17:04

Kritik an oö. Metal-Festival: “Gewaltverherrlichend”, “Rechte Szene”

Metal Festival "Castle Invasion" soll in Mining (Bezirk Braunau) stattfinden. Metal Festival "Castle Invasion" soll in Mining (Bezirk Braunau) stattfinden. - © Bilderbox
Zunehmend Kritik wird am Metal-Festival “Castle Invasion” laut, das für 17. und 18. August in Mining (Bezirk Braunau) in Oberösterreich geplant ist. Jugendschutzreferent LH-Stv. Josef Ackerl (S) ortet “gewaltverherrlichende Inhalte” und fordert ein Verbot der Veranstaltung.

alt Korrekturen melden

Ebenso wie das Antifa-Netzwerk, das noch weitergeht: So zähle beispielsweise eine der Bands zum “Urgestein der rechten Black-Metal-Szene”. “Das Festival ist komplett unpolitisch”, betonte hingegen der Veranstalter am Mittwoch im Gespräch mit der APA.

“Texte enthalten zu viel Gewalt”

Ackerl erklärte in einer Aussendung, er habe überhaupt kein Verständnis dafür, dass in Oberösterreich ein Konzert mit Bands stattfinden soll, “die offensichtlich Gewalt zum Hauptthema ihrer Musik und Bühnenpräsenz machen “.“In einer Zeit, in der weltweit abertausende Menschen etwa wegen ihrer politischer Ansichten oder Religion verfolgt und ermordet werden, kann es keine Toleranz für Musik geben, die beispielsweise zur Christenverfolgung aufruft.” Der LH-Stv. fordert eine Untersagung der Veranstaltung. Vor drei Jahren war ein Metal-Festival vom Mininger Bürgermeister Günter Hasiweder (V) verboten worden. Für eine Stellungnahme zum aktuellen Konzert war dieser vorerst nicht erreichbar.

“Konzert zieht Neonnazis und Rechsextremisten an”

Aus Sicht des oberösterreichischen Antifa-Netzwerks würde das Konzert “Rechtsextremisten und Neonazis magnetisch anziehen”. Sprecher Robert Eiter wies in einer Aussendung darauf hin, dass auf der Myspace-Seite einer der Bands Antifaschisten mit Fingerbrechen gedroht werde. Eine andere Gruppe habe ihre erste CD bei einem rechtsextremen deutschen Musiklabel veröffentlicht, eine weitere biete ein T-Shirt mit einem antisemitischen Spruch in Frakturschrift an. Die zuständigen Behörden müssten sich fragen, ob ein nachhaltiger Imageschaden für den Ort zu rechtfertigen sei, so KPÖ-Landessprecher Leo Furtlehner. Auch die Katholische Jugend Oberösterreich fordert ein Verbot und zeigte sich in einer Aussendung erschüttert über “christenfeindliche Hetzpropaganda”.

Metal-Festival wird trotz Kritik stattfinden

Die Bands seien von der Bezirkshauptmannschaft überprüft und mit einer Ausnahme freigegeben worden, reagierte der Veranstalter auf die Kritik. Die beanstandete Gruppe werde nicht auftreten, das Festival aber aus heutiger Sicht stattfinden. Wenn sich jemand an Texten störe, liege das nicht in seiner Verantwortung. “Das ist künstlerische Freiheit.” Er und seine Kollegen seien weder rechts noch links, sagte der Mann, der nach eigenen Angaben auch volkstümliche Konzerte und Techno-Partys veranstaltet. (APA)



Kommentare 0

Neuen Kommentar schreiben

 
 
1000
/1000 Zeichen übrig

Mehr auf Salzburg24.at
34-jähriger Innviertler aus verrauchter Wohnung gerettet
Die Feuerwehr hat am Samstag einen 34-jährigen Innviertler aus seiner verrauchten Wohnung gerettet. mehr »
Missbrauch: Zivilklage gegen Stift Kremsmünster abgewiesen
Die Zivilklage zweier Missbrauchsopfer gegen das Stift Kremsmünster ist vom Landesgericht Steyr abgewiesen worden. mehr »
A1: Auto gerät während der Fahrt in Brand
Während der Fahrt begann am Freitag auf der A1 Westautobahn bei Eberstalzell (Bez. Wels-Land) das Auto eines [...] mehr »
St. Gilgen: Auto stürzt in Attersee
Ein 53-jähriger Mann aus Mondsee ist am späten Freitagvormittag mit seinem Firmenwagen im Gemeindegebiet von St. [...] mehr »
400-Kilo-Stier vor Schlachtung geflüchtet
Ein 400 Kilo schwerer Stier ist am Freitag in Schwanenstadt (Bezirk Vöcklabruck) vor seiner bevorstehenden Schlachtung [...] mehr »
Mehr Meldungen »

Sie sind bei Facebook? Wir haben etwas Besonderes für Sie ...

Wenn Sie jetzt Ihren Facebook-Account mit %s verknüpfen, haben Sie einfachen Zugang zur beliebten Kommentar-Funktion auf %s, können Artikel einfach mit Ihren Freunden teilen - und auch selbst Fotos und Artikel auf %s hochladen.

{username}


Passwort vergessen?
{username}

Bitte max. 32 Zeichen verwenden

Ihren Benutzernamen können Sie hier ändern. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren richtigen Namen verwenden, um an Diskussionen teilzunehmen.

Muss eine gültige E-Mail-Adresse sein

Benachrichtigungen und Newsletter (falls gewollt) werden an diese Emailadresse versendet. Ihre Privatsphäre ist uns wichtig

{username}%s antworten

OK, {username} - nun ist alles eingerichtet.

OK

Der Benutzer mit dem Sie sich einlochen wollen ist noch nicht aktiviert. Bitte klicken Sie auf den Aktivierungslink den wir Ihnen an %s gesendet haben. Aktivierungsmail erneut schicken OK

Anmelden

Facebook-Benutzer?

Sie können Ihren Facebook-Account zum Anmelden verwenden:

Mit Facebook verbinden



Passwort vergessen?
Neu registrieren