Sebastian Kurz führt erstmals Vertrauensindex der Österreicher an

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Kurz liegt weit vor seinem Parteichef Mitterlehner
Kurz liegt weit vor seinem Parteichef Mitterlehner - © APA (AFP)
Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) führt das Ranking im APA/OGM-Vertrauensindex erstmals an – dies ist aber darauf zurückzuführen, dass Bundespräsident Heinz Fischer aus dem Amt geschieden ist und nicht mehr abgefragt wird. Den zweiten Platz mit etwas Zugewinn erreicht Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ). Am meisten Vertrauen verloren hat Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP).

Für den Vertrauensindex wurden diese Woche 500 Personen von OGM online befragt (maximale Schwankungsbreite: 4,5 Prozent), ob sie den einzelnen Protagonisten der österreichischen Politik vertrauen oder nicht. Die politische Sommerpause hat dabei fast allen Bundespolitikern gut getan, es konnten mehr Politiker ihre Vertrauenswerte verbessern als umgekehrt, erklärte OGM-Chef Wolfgang Bachmayer.

Plus für Bures und Leichtfried

Das stärkste Plus weisen Nationalratspräsidentin Doris Bures (+4 auf ein Saldo von plus 3) und Infrastrukturminister Jörg Leichtfried (beide SPÖ) (+4 auf ein Saldo von plus 6) auf. Bures dürfte als Interims-Bundespräsidentin wahrgenommen werden, so Bachmayer.

Österreicher schenken Kurz größtes Vertrauen

Den höchsten Vertrauenswert erzielt Außenminister und JVP-Chef Kurz (+1 auf ein Saldo von plus 29), gefolgt von SPÖ-Chef Kern (+3 auf ein Saldo von plus 19). Den dritten Rang erreicht Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) mit einem Saldo von plus 17. Vizekanzler und ÖVP-Obmann Reinhold Mitterlehner hingegen verliert (-2) und kommt auf ein Saldo von plus 5.

Am meisten an Vertrauen verloren hat aber Innenminister Sobotka (-4 auf ein Saldo von minus 8). Zurückzuführen sein dürfte das auf die Verschiebung der Bundespräsidentschaftswahl aufgrund der defekten Wahlkuverts.

Plus für Hofer, Minus für Strache

Apropos Bundespräsidenten-Stichwahl: FPÖ-Kandidat Norbert Hofer hält sich weiterhin als einziger FPÖ-Politiker im Vertrauensplus (plus 4); Parteichef Heinz-Christian Strache kommt auf ein Saldo von minus 10. Der von den Grünen unterstützte Alexander Van der Bellen wurde nicht abgefragt, da er derzeit kein politisches Amt bekleidet. Grünen-Chefin Eva Glawischnig konnte allerdings nicht von Van der Bellens starker Präsenz profitieren, sondern verlor weiter (-2 auf ein Saldo von minus 7). Ihr dürfte das Flüchtlingsthema Gegenwind bringen, so Bachmayer.

Am untersten Ende des Rankings finden sich Team Stronach-Klubchef Robert Lugar (minus 24) und ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka (minus 15). Auch NEOS-Chef Matthias Strolz weist einen negativen Wert von minus 3 auf.

(APA)

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