Neue Ausschreitungen mit Tränengaseinsatz in Caracas

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Drei Personen wurden bei Zusammenstößen getötet
Drei Personen wurden bei Zusammenstößen getötet - © APA (AFP)
Bei neuen Massenprotesten gegen eine drohende Diktatur in Venezuela hat die Polizei Tränengas eingesetzt, um die Menschen zu vertreiben. Vor allem in der Hauptstadt Caracas forderten Tausende am Donnerstag Neuwahlen und ein Ende der sozialistischen Politik von Präsident Nicolas Maduro. Auslöser der seit Anfang April andauernden Protestwelle war die zeitweilige Entmachtung des Parlaments.

Maduro will als Antwort auf die Massendemonstrationen 500.000 Milizen mit Gewehren bewaffnen. Um die Anreise zu den Demonstrationen zu erschweren, waren in Caracas viele Zufahrtsstraßen gesperrt, 20 Metrostationen wurden geschlossen.

Demonstranten forderten das Militär zum Seitenwechsel auf, wie das Portal “El Nacional” berichtete. “Soldat, hör zu: Mach mit beim Kampf”, riefen sie in Richtung der Sicherheitskräfte.

Bisher kamen bei den Protesten neun Menschen ums Leben, über 400 wurden allein am Mittwoch im ganzen Land festgenommen. Das Land ist trotz der großen Ölvorkommen in seine bisher schlimmste Versorgungskrise geschlittert.

(APA/dpa)

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