Landtagswahl in Salzburg: Ex-Landesrat Hans Mayr sieht seine Chancen intakt

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Mayr will am 22. April die Fünf-Prozent-Marke knacken.
Mayr will am 22. April die Fünf-Prozent-Marke knacken. - © APA/BARBARA GINDL
Der ehemalige Salzburger Wohnbaulandesrat Hans Mayr, der mit der “Liste Hans Mayr – SBG – Salzburger Bürgergemeinschaft” am 22. April bei der Landtagswahl in Salzburg antritt, sieht seine Chancen für den Einzug ins Landesparlament intakt. Er spüre einen starken Zuspruch der Bevölkerung, sagte Mayr im Gespräch mit der APA.


“Wir werden bei der Landtagswahl eine Überraschung liefern”, gibt Mayr, der nach einer Spendenaffäre im Jänner als Wohnbau- und Verkehrslandesrat zurücktreten musste, sich ungebrochen zuversichtlich: “Ich halte fünf Prozent und mehr für realistisch.” Er erfahre große Unterstützung bei den Menschen, seine Arbeit und sein Einsatz würden anerkannt. Das habe das Sammeln der Unterstützungserklärungen für die Kandidatur gezeigt, meinte der Spitzenkandidat. Bei Umfragen – sie sehen die Liste von Mayr meist nur bei einem Prozent – wäre seine Partei gar nicht abgefragt worden, argumentiert er.

Warum Mayr mit seiner Liste bei der Landtagswahl antritt und davon ausgeht, in den Landtag einzuziehen hat er bereits im Interview mit SALZBURG24 ausführlich beantwortet.

Mayr: “Muss keine Lobbys bedienen”

“Ich habe gezeigt, dass ich Dinge umsetzen kann”, nennt Mayr einen Grund, wieso ihm die Salzburger ihre Stimmen geben sollten: “Ich muss keine Lobbys bedienen und kann bürgernahe Sachpolitik machen.” Verkehr, Wohnen und Bildung sind die Themen, auf die er setzt. Im Verkehr stehe er für eine Ganzjahreskarte für öffentliche Verkehrsmittel unter 500 Euro, für die Verlängerung der Lokalbahn bis über den Mirabellplatz hinaus auf die linke Seite der Salzach und mehr Geld für die Sanierung von Straßen. Um die Kosten im Wohnbau zu senken, tritt er unter anderem für eine Durchforstung des Bautechnikgesetzes ein.

Ex-Landesrat über Grüne verärgert

“Es sieht momentan so aus, dass die ÖVP die Ernte einfahren kann”, erwartet Mayr am 22. April deutliche Zuwächse für den einstigen Koalitionspartner. Die Grünen hingegen hätten Verluste zu erwarten. “Die haben sie sich verdient”, ist Mayr über den anderen ehemaligen Regierungspartner verärgert. Die Grünen hätten ihn “in einer menschenunwürdigen Art” fallen gelassen und würden sich nun mit den Lorbeeren seiner Arbeit im Verkehrsressort schmücken. Dennoch könnte er sich eine neuerliche Zusammenarbeit mit ihnen in einer neuen Regierung vorstellen, sollte es noch einmal zu einer solchen Konstellation kommen.

Was unterscheidet ihn von anderen Parteien? “Ich mache bürgernahe Politik und bin niemandem verpflichtet.” Die anderen Parteien müssten ihre jeweilige Klientel bedienen und könnten nicht unabhängig agieren, glaubt Mayr.

(APA)

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