Landtagswahl: Was wurde aus Stronach-Wählern?

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Die ehemaligen Stronach-Wähler mussten sich eine neue Partei suchen.
Die ehemaligen Stronach-Wähler mussten sich eine neue Partei suchen. - © APA/Gindl
Nicht nur die FPÖ hat bei den Landtagswahlen vom Ende des 2013 sehr erfolgreichen Team Stronach profitiert. In Salzburg gingen mehr FRANK-Wähler des Jahres 2013 zur ÖVP als zur FPÖ, ergab die Wählerstromanalyse des Instituts für Wahl-, Sozial-und Methodenforschung (IwsmF) von Andreas Kohlsche. SORA/ORF kam in seiner Analyse allerdings zum gegenteiligen Ergebnis.


7.300 Wähler wanderten laut Kohlsche von der Liste Stronach zur ÖVP – das machte fast acht Prozent der rund 95.000 ÖVP-Wähler am Sonntag aus. Und ohne diese hätte die ÖVP um mehr als zwei Prozentpunkte weniger.

Wählerstromanalyse: Wählten Stronach-Anhänger Schwarz oder Blau?

Blau statt Stronach wählten demnach nur 5.300 Salzburger heuer – was aber 11,2 Prozent der 47.200 FPÖ-Wähler ausmachte und das Ergebnis um rund zwei Prozentpunkte aufbesserte.

Das SORA-Institut kam auf andere Wanderungen: Es sieht 10.000 Ex-Stronach-Wähler bei der FPÖ und nur 3.000 bei der ÖVP. Und wesentlich mehr – nämlich 5.000 (Kohlsche: 2.800) – enthielten sich laut SORA überhaupt der Wahl.

Kohlsche-Analyse: Stronach-Wähler pilgern zu Landeshauptmännern

Auch in Kärnten und Tirol haben sich aus Sicht Kohlsches die meisten FRANK-Anhänger des Jahres 2013 nicht für die FPÖ, sondern für die jeweilige Landeshauptmannpartei entschieden. So weist er in Kärnten eine Wanderung von rund 7.300 von der Liste Stronach zur SPÖ aus, fast ebenso viele zu den Nichtwählern – und nur 1.600 zur FPÖ sowie fast 1.400 zu den NEOS bzw. 1.300 zur ÖVP. Fast die Hälfte der 36.000 Stronach-Wähler blieb laut Kohlsche dem Spitzenkandidaten Gerhard Köfer treu, auch wenn er heuer mit seiner eigenen Partei “Team Kärnten” antrat.

In Tirol – wo in Summe rund 10.600 Stronach-Stimmen am Markt waren – entschieden sich laut Kohlsches Analyse 2.900 frühere FRANK-Wähler für die ÖVP, 2.500 blieben zu Hause und 1.800 wählten blau.

Niederösterreichische Gelb-Wähler bleiben daheim

Anders waren die Muster laut Kohlsche in Niederösterreich: Dort blieb seiner Analyse nach fast ein Drittel (30.200) der 96.000 Stronach-Wähler des Jahres 2013 zu Hause. Von denen, die wählten, entschieden sich demnach die meisten für die NEOS (18.300), 15.200 für die FPÖ, fast so viele (15.100) für die ÖVP sowie 13.700 für die SPÖ.

(APA)

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