Langjährige Haftstrafen gegen iranische Pastoren

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Drei führende Mitglieder der iranischen Hauskirchenbewegung sind zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, wurden Pastor Behnam Irani, Pastor Abdolreza “Matthias” Haghnejad und Diakon Reza “Silas” Rabbani am 19. Oktober zu jeweils sechs Jahren Gefängnis verurteilt.


Für den bereits zuvor verurteilten Pastor Irani bedeutet dies eine Gesamtstrafe von zwölf Jahren. Alle drei Kirchenleiter sind laut IGFM ehemalige Muslime. Sie wurden nach dem islamischen Recht wegen “Kampf gegen Gott und Verderbenstiften auf Erden” angeklagt. Dieses “Verbrechen” kann in der islamischen Republik Iran sogar mit der Kreuzigung bestraft werden. Nach heftigen internationalen Protesten ließen die iranischen Behörden diesen Vorwurf jedoch fallen.

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin sieht darin einen wichtigen Erfolg: “Ohne die internationale Aufmerksamkeit wären diese – und andere Konvertiten – längst tot.” Von den rund 75 Millionen Einwohnern des Iran sind nach offiziellen Angaben rund 280.000 Christen. Die Zahl ehemaliger Muslime, die zum Christentum übergetreten sind, ist unbekannt. Da der “Abfall vom Islam” – ebenso wie Atheismus – mit dem Tod bestraft werden kann, treffen sich christliche Konvertiten nicht öffentlich, sondern in inoffiziellen Hausgemeinden. Vielfach sind sie Opfer von Drohungen, Verhaftungen und anderen Übergriffen durch die Behörden.

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