“Lasst den Grusel-Clown-Trend besser aus”

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Die Polizei will weitere Vorfälle mit Grusel-Clowns vermeiden.
Die Polizei will weitere Vorfälle mit Grusel-Clowns vermeiden. - © APA/AFP/JIM WATSON
Die Polizei in Österreich reagiert jetzt auf die Horror-Clown-Sichtungen. Auf Facebook warnt sie Scherzbolde davor, wie so ein Streich enden könnte. Und das ist alles andere als lustig.

Nach den USA und Deutschland ist es auch in Österreich vermehrt zur Sichtung von Horror-Clowns gekommen. Nachdem Clowns in Wien und der Steiermark sowie in Kärnten Jugendliche und Passanten erschreckt hatten, haben sich nun auch in Salzburg Clowns herumgetrieben. Am Bahnhof in Golling-Abtenau (Tennengau) und auch in Altenmarkt (Pongau) haben maskierte Scherzbolde für Aufregung gesorgt.

Polizei warnt Scherzbolde

Die Opfer hatten meist nicht denselben Humor wie die Maskierten und blieben erschreckt und verängstigt zurück. Auch, wenn es in Österreich noch zu keinen gewalttätigen Zwischenfällen gekommen ist, reagiert die Polizei auf die Vorfälle. “Lasst den Grusel-Clown-Trend besser aus”, rät das Bundekriminalamt am Freitag auf seiner Facebook-Seite.

“Lustig sein geht auch anders”

Das Bundeskriminalamt zeigt, wie es Clowns ergehen kann, die den Spaß etwas zu weit treiben. Nämlich mit einem Bild, auf dem drei Clowns für die polizeiliche Akte posieren. Der Spaß ist ihnen sichtlich vergangen.

Polizeisprecher Hannes Hollweger erklärt gegenüber SALZBURG24, dass bei einer Horror-Clown-Sichtung auf jeden Fall die Polizei angerufen werden soll. “Auch, wenn wir am Ende umsonst hinfahren, wird da keiner böse sein. Wir nehmen das Ernst und schauen uns das genau an”, versichert Hollweger.

Scherz kann rechtliche Konsequenzen haben

Erschreckt jemand im Clown-Kostüm seine Mitmenschen, kann das auch rechtliche Konsequenzen haben. “Grundsätzlich gilt das als Verwaltungsübertretung, da kann es zu einer Anzeige oder einem Ordnungsmandat kommen. Bedroht man jemanden, wird das strafrechtlich verfolgt”, so Hollweger. Dabei kann es auch zu einem Gerichtsverfahren, etwa wegen Nötigung  kommen. Vor allem, wenn die Maskierten eine Waffe dabei haben, auch, wenn es sich dabei um eine Attrappe handelt.

Der Polizeisprecher warnt aber auch diejenigen, die glauben, sich dem Trend anschließen zu müssen. Durch den Schreck kann es bei den Opfern zu Panik und Notwehrhandlungen und damit auch zu Verletzungen kommen.

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