Laudamotion: AK prüft Abmahnung wegen Check-in-Gebühren

Akt.:
4Kommentare
AK stößt sich an der Handhabe bei Laudamotion
AK stößt sich an der Handhabe bei Laudamotion - © APA
Laudamotion-Passagiere, die vor dem Abflug nicht online einchecken, erleben derzeit häufig eine böse Überraschung. Sie müssen beim Check-in am Flughafenschalter pro Person und Strecke eine Gebühr von 55 Euro zahlen. Nachdem sich die Beschwerden von Fluggästen in letzter Zeit gehäuft haben, prüft die Arbeiterkammer nun eine Abmahnung des Ferienfliegers.

“Das Erheben der Gebühren ist rechtlich zulässig”, betont Daniela Gabler von der Konsumentenschutzabteilung der Arbeiterkammer Salzburg, welche die Prüfung angeregt hat. “Die Informationen zu den Gebühren findet sich im Kleingedruckten der Beförderungsbedingungen, das wird aber von vielen Passagieren überlesen.” Man könne darum allen Fluggästen nur raten, nicht erst am Airport einzuchecken, sondern das spätestens zwei Stunden vor dem Abflug online zu erledigen. Eine idente Gebührenregelung gilt übrigens auch beim Laudamotion-Miteigentümer Ryanair.

Kein Drucker für Bordkarten am Flughafen

Gabler empfiehlt allen Passagieren, ihre Bordkarte auszudrucken und zum Flughafen mitzunehmen oder sie alternativ auf das Handy oder Tablet zu laden. “Mobile Bordkarten werden allerdings auf den meisten, nicht aber auf allen Flughäfen akzeptiert.” Und gerade vor Rückflügen stehe Reisenden oft kein Drucker für die Bordkarten zur Verfügung. “Wir würden uns darum einen gesonderten Hinweis der Airline wünschen und wollen gegen das Verstecken der Gebühren in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen vorgehen”, sagte Gabler.

Laudamotion: Hinweis auf Gebühr

“Die Arbeiterkammer prüft auch, ob diese Check-in-Praxis nicht doch unrechtmäßig ist und hat Laudamotion um eine Stellungnahme ersucht.” Allerdings würden die AGB der Fluglinie auf Ryanair verweisen, die ihren Firmensitz in Irland hat.

Eine Sprecherin von Laudamotion sagte zur APA, dass der Geschäftsführung derzeit keine Abmahnung oder Beschwerde der Arbeiterkammer bekannt sei. “Außerdem werden die Kunden bei der Buchung auf die Gebühr hingewiesen.” Wer bei der Buchung kostenpflichtig einen Sitzplatz mitreserviere, könne den Online-Check-in bereits 60 Tage vor dem Hin- und Rückflug erledigen. Ohne Sitzplatzreservierung sei der Check-in 48 Stunden vor jedem Abflug möglich – hier wird dann nach dem Zufallsprinzip ein Sitzplatz zugeteilt.

(APA)

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Mopedlenker kollidiert in Stad... +++ - 36 Flüchtlinge in Kleinbus gep... +++ - 74-Jähriger in Salzburg ausger... +++ - Wetter: Goldener Herbst bleibt... +++ - Fußgängerin in der Stadt Salzb... +++ - Salzburg AG will digitalisiert... +++ - Sanierungsarbeiten in der Siez... +++ - Aluminium-Gießerei in Lend vor... +++ - Suchtbericht: In Salzburg haup... +++ - Kassenreform: SGKK bekräftigt ... +++ - Betreiber von drei Salzburger ... +++ - Feuerwehr-Award: Großer Dank a... +++ - "Gib Acht": Salzburger Polizei... +++ - EuGH-Urteil: Kautabak ist auss... +++ - Fusion Sozialversicherung: Sal... +++
4Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel