Lawinenhunde trainieren im Heutal für den Ernstfall

Die Lawinenhunde konnte auf einer echte Lawine üben.
Die Lawinenhunde konnte auf einer echte Lawine üben. - © LVHS Salzburg
Seit über 40 Jahren kommen die Hundeführer der Lawinen- und Vermisstensuchhundestaffel Salzburg (LVHS) zum Trainieren im März ins Heutal im Pinzgau. Hier lest ihr, wie sie sich dort auf den Ernstfall vorbereiten.

Die Übung im Heutal ist bereits zu einer großen Tradition innerhalb der LVHS geworden, wie man in einer Aussendung mitteilt. „Wir kommen hier nun seit mehr als 40 Jahren her und finden Jahr für Jahr perfekte Bedingungen für unser Training vor“, sagt Ausbilderin Carolin Scheiter. Über 20 Teams reisten eigens aus allen Teilen des Bundeslandes in den Pinzgau um von Freitag bis Sonntag mit den Hunden nach verschütteten Menschen zu suchen.

Suchhunde trainieren auf echter Lawine

In diesem Jahr hatten die Suchteams die Möglichkeit auf einer echten Lawine zu arbeiten, eine Gelegenheit, die sich nicht jedes Jahr bietet. „Wenn Frühjahrslawinen für uns erreichbar sind, freuen wir uns immer über diese Gelegenheit. Leider gibt es diese nicht so oft. Eine Frühjahrslawine bleibt meist nicht allein und wir wollen uns nicht unnötig in Gefahr begeben“, ergänzt die erfahrene Hundeführerin.

Was ein Lawinenhund alles können muss

Die Fähigkeit Menschen unter dem Schnee zu wittern allein reicht nicht um ein Lawinenhund zu werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Transport zum Einsatzgebiet. Hierzu gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die im Heutal optimal geübt werden können. „Dank der Bergbahnen können unsere Teams mit allen möglichen Transportmittel üben. Das Fahren im Schlepplift gehört genauso geübt wie das Fahren mit dem Skidoo oder der Pistenraupe“, sagt Scheiter.

Bewährungsprobe für Hundeführer und Vierbeiner „Iron“

Am Ende der mehrjährigen Ausbildung steht die Überprüfung der Einsatzfähigkeit. In diesem Jahr musste sich der Salzburger Martin Langegger mit seinem belgischen Schäferhund „Iron“ dieser Prüfung stellen. Der ehemalige Militärhundeführer und Prüfer der Internationalen Rettungshundeorganisation Martin Gut reiste eigens aus der Schweiz an um dem Salzburger auf die Finger, bzw. seinem Hund auf die Pfoten zu schauen. In einer 30-minütigen Suche musste das Team zwei fiktiv verschüttete Personen und einen Lawinenpiepser lokalisieren. „Wir konnten ein sehr realitätsnahes Szenario organisieren und dem Hundeführer realen Einsatzstress vermitteln. Die gezeigte Leistung unterstreicht einmal mehr die hervorragende Arbeit, welche in dieser Organisation geleistet wird“, resümierte Martin Gut die Einsatzüberprüfung.

Auch der nachrückende Nachwuchs wurde vom Schweizer geprüft. Werner Hölbling und sein Australian Shepherd „Cody“ absolvierten die Eignungsprüfung für die Arbeit auf der Lawine. Mit dem weniger komplexen Szenario kamen sowohl der Salzburger als auch sein Hund leicht zurecht und zeigten damit, dass sich die ehrenamtlichen Retter keine Sorgen um den Nachwuchs machen müssen.

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